0151-21315985  D-64625 Bensheim

ARTe Dortmund 2025, Vom 06.-09.11. darf man sich in der Westfalenhalle ganz der Kunst widmen.

Sie sind hier: » CRELALA Kunst Stories » Kunstmessen

Ein Tag vor der heiligen Messe, in der Kunstmesse / Westfalenhalle, auf der ARTe Dortmund, zum Kunst entdecken.

Zwei gut gekleidete Damen, gegenwärtig ist die alte Klamotte mit Leopardefell wieder en vogue, hört man, mit dem Blick auf die Veranstaltungsübersicht die eine sagen:

„Ich verstehe den Kunstbetrieb, nicht. - Den Kunstmarkt.“

„Was gibt es da viel zu verstehen? Es wird doch alles gezeigt. Du musst nur hinschauen.“ So das Echo der zweiten Dame.

Aber sooooooo einfach ist es eben doch nicht. Irgendwo in Übersee hat vielleicht mal ein vertrauter Gesprächspartner und Kunstkenner gesagt:

„Das verstehen nur die Eingeweihten.“

Aber auch als Nicht Eingeweihter kann man sehen und entdecken und Kunst lieben, ja sogar lieben lernen. - Und während man die Damen schon wieder aus den Augen verloren hat, man den Blick vom mobilen Endgerät hebt, das verbunden ist mit home & office, steht da einer mitten im Raum, wie aus dem Nichts, eine neue Liebe!

Das Gespräch der Damen wird leiser und der Nachhall verliert sich nachhaltig unter dem jazzigen Saxofonklang, der über der Veranstaltung liegt.

Während nebenan die Veranstaltung „Hund und Pferd“ stattfindet und die Rheinische Post schreibt: „Border Collies im Discofieber“ ist in Halle 1 ARTTIME! Da dürfen sich alle Genres mal verwirbeln und vermischen und miteinander in Wechselwirkung treten, während Kunstliebhaber und Kunstaussteller zueinander finden können.

Die Liebe zum erschöpften Geiger, vielleicht war er ein Teufelsgeiger, wie Paganini einst, diese Liebe wird auch sofort zur Liebe für die weiteren besonderen Objekte im rostigen Style, besondere Arbeiten der Künstlerin Ulrike Conrads.

Digitale Kunst ohne Photoshop & Co sind die Momentaufnahmen des Künstlers Werner Bedorf.

Seine Werke erinnern an die Kunst im Arithmeum Bonn, Kunst seit Anbeginn der digitalen Möglichkeiten.

Sichtbarmachung von Strukturen auf Wafern und Siliziumeinkristallen, im Licht, mal makroskopisch, mal mikroskopisch, in dem sich die Fehler zeigen, die zu vermeiden sind. - Sind es zufällige Materialfehler oder Farbänderungen an bewusst eingebauten Freiräumen und definierten Hohlräumen und nur Ausbelichtung des Spiels mit dem Spektrum, das man für die eigenen vier Wände nach Hause holen kann? Vielleicht kommen immer wieder neue Gedankenansätze und Ideen beim bewussten, oder einfach nur zufälligen Hinschauen.

Die digitalen Arbeiten im Farbspiel des Lichts sind Momentaufnahmen und man kann sich gar nicht sattsehen. Man ist fasziniert von der Inspiration, die beständig zu neuen Ideen führt.

Am Eingang, durch den man am Ende hinausgeht verharrt man noch einen Moment vor Steelwork ART. Das Saxofon verstummt, das Peace-Zeichen in Unübersehbar, ein Smiley mit Grübchen und ein Kreuz, das man nicht tragen muss, wenn man nicht will, sind noch frischglänzend, ganz ohne Rost.

Wer Stahl liebt, wird diese Stahlarbeiten lieben, weil sie die Zeichen in den Fokus rückt, die auch in der digitalen Welt immer wieder benutzt werden. - Nicht immer im richtigen Kontext, und manchmal mit falscher Signalwirkung. Und was in der realen Welt zum Denkmal wird, führt zur Idee des Spiels mit dem Unterbewusstsein und Möglichkeiten darüber hinaus.

Es ist ein Gespräch mit der Künstlerin Gisela Eufe, die mit ihren Bronzen Akzente setzt und zu Gedankensprüngen verführt. Gedankensprüngen auch zu ihrer Arbeit „Die New Yorkerin“. Eine Quere Persönlichkeit, die an die auf der discovery art fair in Frankfurt übermalten Bronzen von Markus Lüpertz erinnern.

Gisela Eufes Skulpturen, die eigentlich keine sind, Objekte also, Plastiken, Statuen, Platzhalter bzw. Denkmäler für wortgewandte Wortgewitterer, und denkende Denker, mit Hang zum Einsortieren, Einboxen, Kartonieren, und Kategorisieren, erinnern an einen Willy Brand in Berlin, von Rainer Fett ing. Und dann kommt die Politik ins Spiel. Die Politik, die man gern raushalten möchte, um keine Fehler zu machen und keine schlafenden Hunde zu wecken. Doppeldeutigkeiten von Worten, Germanistik rückt in den Fokus, Falschinterpretationen von Inhalten, wieder das Unterbewusstsein und die Wahrnehmung und dann landet man schlussendlich auch final bei der Kunst und es schließt sich der Kreis. - Es ist eben doch alles eins.

Gisela Eufe bringt Kompetenzen und tiefgreifende Erfahrungen aus der Psychologie mit und formuliert einen denkwürdigen und lange nachhallenden Satz:

„Man holt diese Kinder nicht mehr zurück. - Sie werden ihren Weg in der digitalen Welt finden.“ Dort werden sie ihr Auskommen, vielleicht, bzw. hoffentlich, solide abgesichert in einem Beschäftigungsverhältnis finden, das ein Einkommen generiert, mit dem sie das Leben meistern werden, das für die real existierende Mehrheit nicht nachvollziehbar ist. – Die sogenannten Nerds.

Und Nerds werden gebraucht. - Dringender denn je!

Denn sie zeigen Schwachstellen auf an Stellen, an denen sie keiner vermutet.

ARTENSCHUTZ fällt einem in diesem Kontext ein. - Kontext NERD.

Die NERDS sind längst eine eigene ART und ARTEN brauchen Schutz!

ARTENSCHUTZ!

Schutz der nachtaktiven Arten und Haustiere, wie von Stephanie Borowiec mit ihrem Nachtflug entlang der Küstenkante, oder Franz und Maximilian Leinfelder, mit eher modernem, humoristischem Augenzwinkern, und Schutz der natürlich vorkommenden Arten, wie in den Urwäldern auf diesem Globus. Das thematisch groß die Klimakonferenzen in Schach hält und nach dem Wochenende im brasialianischen Belém, dem Tor zur grünen Welt um den nullten Breitengrad unter anderem im Fokus hat.

Ralf Lürig wickelt sie ins Plastik, vielleicht, um auf die genverändernde Wirkung von Mikroplastik aufmerksam zu machen. Auf Poly-Chemismus, also natürliche, oder auch veränderte Elementewelten und Stofflichkeiten, die Organismen prägen und verändern.

ARTENSCHUTZ!

Mit diesem Wort gelangt man zum Thema DEEP DIVING! – Nicht nur die digitale Kunst wie anno dazumal, ganz ohne PS von Werner Bedorf fällt einem dabei ein, auch die kleinen, feinen Werke von Svetlana Stentenbach sind ein kinderkompatibler Weg in die Welten der Wimmelbilder oder Märchen.

Man könnte sie sich gut vorstellen in den Klassikern der Weltliteratur, aufbereitet vom Verlag Barbara Kindermann, die Weltliteratur kinderkompatibel illustriert.

Auf der ARTe Dortmund bekommt man eine Übersicht über ein breites Spektrum an Kunst, und darf ein Wochenende lang über das geschichtsträchtige Datum 9. November hinweg wieder kunstvoll staunen. Über das Datum, als eine Mauer fiel, vor vielen, vielen Jahren, weil die Kunst- und Kulturwelt immer leise und laute Wege gefunden hat zu mahnen, zu erinnern und zu warnen, wenn sich Dinge falsch entwickelt haben, bzw. der Kapitän das Boot in die falsche Richtung zu steuern drohte.

DANKE an alle Kunstschaffenden, die unermüdlich arbeiten, ohne Rast und Ruhe und die Welt nicht selten ein Stückchen besser, friedlicher und glücklicher machen.

DANKE an das ARTe Team für die Mühe immer wieder Wege in die Kunstwelt zu ebnen, in der neue Talente entdeckt werden können, die der Förderung wert sind.

DANKE an ein NRW, das die Möglichkeiten schafft, sich auch, wenn die Wirtschaftswelt im ständigen Wandel immer nach neuen Fähigkeiten verlangt, den Rudernden und Schwimmenden, Malenden und Musizierenden sich künstlerisch auszudrücken, bevor alle Denkmale verschwunden sind.

Cookies einstellen, dann kann´s losgehen! Auch unsere Seite nutzt diverse Cookies und Trackingmethoden zum Optimieren der Website. Durch die Verwendung von Cookies verbessern wir die Qualität, Bereitstellung und Nutzung unserer Dienste. Mit dem Klick auf „Alle erlauben“ erklären Sie sich mit der Verwendung einverstanden. Details über die Verwendung der Cookies sowie Trackingmethoden können Sie in unserer Datenschutzerklärung nachlesen. Änderungen Ihrer Cookie Einstellungen können Sie jederzeit auch noch nachträglich vornehmen.