RODGAU ART 2018

Uschi Ellison

Uschi Ellison war eine der Künstlerinnen auf der Rodgau Art, die uns mit ihren Portraits in ihren Bann zog. Bei all der Kunst da draußen fragt man sich ja doch das ein oder andere Mal wer sie denn wohl kaufen wird? Und wo werden die Werke schließlich ihren endgültigen Platz finden? Und warum malen Künstler Portraits? Sind es Portraits von Menschen, die sie kennen? Sind es idealisierte Gesichter? Für den Käufer sind es erst einmal Fremde. Warum soll ein Käufer sich immer wieder Fremde ansehen wollen? … Bei Ellison waren es die Farben, die uns sofort anzogen. Das Portrait wird teilweise erst aus der Nähe betrachtet deutlich. Ellisons exotische Gesichter sind Teil eines perfekt komponierten Gesamtkunstwerkes, in dem auch Fische, Vögel und Blumen auftauchen. Schaut man genauer hin findet man mehr im Werk, als man zuerst annahm. Ellisons Werke faszinieren. Sie wecken die Sehnsucht. Ferne kommt einem in den Sinn und mit ausreichend Fantasie kann man sich für einen Moment lang in fremde Länder träumen. Ton in Ton harmonisch gestaltet, können sie in jedem Raum einen ganz besonderen Akzent setzen.

Barbara Andres

Auch Barbara Andres zieht unsere Gedanken in ferne Länder. Sie lässt uns Teilhaben an fremden Traditionen. Der Ferne Osten ist es, den wir erkennen. Japan und das, was wir darüber wissen, ist sofort in unserer Fantasie, beim Anblick des roten Kimonos. Fast können wir die Kirschblüte erahnen. Und dass eine Pudelmütze uns in die Mongolei oder die Tasse dampfenden Tees ins kalte Sibirien katapultiert … Absicht?
Mit ihren kleinformatigen Werken aus Tusche und Moor will Andres der Frau wieder eine ihr zustehende Natürlichkeit verleihen. In Zeiten scheinbar geklonter Gestalten der Unterhaltungsindustrie und sich kaum noch zu unterscheidender Gesichter versucht sie unseren Blick wieder auf das Wesentliche zu richten. Der Übersättigung entgegen zu arbeiten, den Blick des Betrachters doch noch auf sich zu ziehen, das gelingt Andres hervorragend.

Malgorzata Scholz

Mit einer unglaublichen Leichtigkeit und Lebenslust hat uns Malgorzata Scholz beeindruckt. Jugend, Schnelligkeit, Energie und Kraft gehen von ihren Werken aus. Man kann regelrecht spüren, wie man sofort mitgerissen wird. Man will den Blick nicht abwenden, weil die Werke so viel positive Energie ausstrahlen. Sie fängt den flüchtigen Moment ein und bannt ihn auf Leinwand, um die Energie aus dieser Szene für die Ewigkeit zu konservieren. Die Werke der Künstlerin sind echte Mutmacher und Energiespender. Hier haben trübe Gedanken keine Chance und das Leben wird wieder zum Spaß!

Olga Malkovskaja

…und dann ist es doch manchmal seltsam was einem das Hirn so für Streiche Spielt. Van Eyck war unser erster Gedanke beim Betrachten der großformatigen Portraits von Frauen mit eigenartigen Kopfbedeckungen der Künstlerin Olga Malkovskaja. Nicht, dass der Stil passt, oder van Eyck je solch ein Portrait gemalt hätte, aber vielleicht ist es die Assoziation mit einer ähnlichen, weißen Kopfbedeckung aus van Eycks Zeit, ähnlich der „Holland-Haube“. Ein ähnliches Bild haben wir schon einmal gesehen, aber wo? Und von wem? Wir machen uns auf die google-Suche und werden fündig. Oh wie wunderbar die Neuzeit mit den digitalen Möglichkeiten. Im Museo Nacional Thyssen-Bornemisza, Madrid, werden wir fündig. Wir waren erinnert an das Portrait einer Frau aus dem Jahr 1480, Künstler unbekannt, im Stile Dürers oder van Eyck. Die Ähnlichkeit ist weit hergeholt, aber hat Kunst nicht damit schon ihren Zweck erfüllt? - Man steht vor einem Kunstwerk und ist inspiriert, beginnt zu grübeln, die Fantasie wird angeregt, man erinnert sich an Vergangenes, Erlerntes und verharrt… . - Genau das macht die Portraits von Olga Malkovskaja für uns so einzigartig. Sie setzen den Geist in Bewegung!