Köln im kreativen Ausnahmezustand

#Simone Labonté #Fotografie #KölnEs ist wieder soweit. Vom 19.-22.04.2018 hört man an vielen Tischen und Theken der Domstadt Köln wieder heiße Diskussionen über Farbe, Form und Bedeutung, oder Wirkung. Auch Namen fallen. - Namen, die man als Normalsterblicher noch nie gehört hat. Aber auch große Namen, die man erkennt. Historische Größen, die man sofort dem Reich der Kunst zuordnet. - Richtig! - Es geht um Kunst!  - Große Kunst! - Die 52. Art Cologne hat eröffnet. 210 international renommierte Galerien aus 33 Ländern wetteifern um Bedeutsamkeit. Jeder dritte Besucher und jeder zweite Aussteller reist aus dem internationalen Ausland für diese renommierte Kunstmesse an und sieht sich auch sonst in der an diesem Wochenende sehr auf Kunst fokussierten Rheinmetropole um. 1967 hatten die Kölner Galeristen Hein Stünke und Rudolf Zwirner den "Kunstmarkt Köln" mit der damals noch innovativen Idee gegründet, die Kunst auf einer Verkaufsmesse anzubieten. NRW war als Region mit vielen finanziell hochpotenten Industriellen, darunter auch vielen Kunstsammlern, dafür bestens geeignet und bis heute trifft sich die rheinische Kunst-Sammlerszene alljährlich im Frühling auf der Art-Cologne, um neben anderen Kunstsammlern aus aller Welt aus dem Schmelztiegel der Kreativität das eine, besondere Werk herauszufischen, das die Zeit überdauert und in Zukunft Preissteigerungen bis in schwindelerregende Höhen verspricht.
 
Während die Art Cologne ausnahmslos hochpreisige Werke international anerkannter Künstler bietet, hat sich seit 2014 die kleine "Kölner Liste", eine Schwester der seit 15 Jahren sehr erfolgreichen "Berliner Liste", in der imposanten Halle der XPOST etabliert. Mit Kunst ab 500,- € kann man hier Werke zeitgenössischer Künstler finden, die vielleicht noch nicht entdeckt sind. "discovery art fair"!!!
 
Wer dann noch die Kölner Kunstszene selbst in Augenschein nehmen möchte darf sich über die verlängerten Öffnungszeiten Kölner Galerien freuen. Ein Bummel durch die Kunstmetropole lohnt sich an diesem Wochenende, auch wenn es nur zum Staunen und Bewundern ist, denn nicht selten muss man aus sich selbst heraustreten, um verstehen zu können mit welchen Augen Künstler die Welt betrachten und auch dann erschließt sich nicht immer sofort, was der Künstler mitteilen will und ob er überhaupt etwas mitteilen will. Es ist und bleibt spannend, sich der Kunst zu widmen und die Realität mal außen vor zu lassen. Sich künstlerischem Wirken und abstraktem Schaffen zuzuwenden, erweitert in jedem Fall den Horizont, auch wenn es bisweilen so gar keinen Sinn zu ergeben scheint. - svl

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