CRELALA unterwegs

CRELALA Kunst draußen

ARTMUC, Kölner Liste, Art Cologne, Discovery Art Fair, Regio-Art, et cetera, et cetera, et cetera…. zu welchen  Messen muss man wirklich gehen?
Wer Kunst liebt will auf dem Laufenden sein! Will sehen, welche Blüten die Kunstwelt treibt, will Neues entdecken, will Menschen begegnen, die anders sind, als die angepasste Masse, will Lebenserfahrenen, Ausgeflippten oder Genies begegnen, die sich über alle Konventionen hinwegsetzen und einfach ihr Ding machen, ganz gleich, ob sie damit ins Raster passen, oder nicht. Künstler haben sich davon verabschiedet, als einer von vielen Fischen im Strom zu schwimmen. Sie betrachten die Welt aus anderen Augen, ihre Zustimmung oder auch Kritik, ihre Liebe oder ihren Hass drücken sie nicht aus, wie der Rest der Gesellschaft. Sie schaffen etwas Bleibendes, (Jedenfalls meistens) womit sich die Welt auseinandersetzen kann.

Um wahrgenommen zu werden müssen sie raus auf Messen, brauchen Supporter und Bewunderer und zeigen ihr Können. Unzählige Kunstmärkte überall auf der Welt zeugen davon welches kreative Potential der Mensch besitzt. In aller Munde indes sind nur die großen Messen. Wer mit offenen Augen durch die Welt geht kann überall über Kunst stolpern. Und manchmal muss nicht einmal ein Mensch Hand angelegt haben. Manchmal kann es schon ein Baum sein, der eigenartig gewachsen ist und wie ein Kunstwerk in der Natur steht und dann einfach nur von einem Künstler entdeckt wird.  Wer es auf kuratierte Messen wie die discovery art fair an den verschiedenen Veranstaltungsorten, die ART MUC, die Art Düsseldorf, die Art Cologne etc. geschafft hat, wird in der Kunstwelt schon wahrgenommen, wurde schon von einer Galerie entdeckt und unter Vertrag genommen oder bringt das nötige Kleingeld mit sich zu präsentieren, aber darüber hinaus gibt es auch kleine Veranstaltungen, die Talente versteckt, die es verdient hätten auf der internationalen Bühne mitzuspielen. Nicht immer sind es nur junge Talente, die man in Augenschein nehmen sollte. Manch ein Künstler hat schon ein Leben hinter sich, oder steckt mitten drin. Sie zu unterstützen und ihre Werke zu verkaufen, dieser Aufgabe hat sich CRELALA Kunst verschrieben und stolpert immer wieder über Talente, deren Förderung sich lohnen könnte. Talente, die beispielsweise die hohe Kunst beherrschen den Menschen in seiner äußeren und inneren Welt in Szene zu setzen! 

Das „Antlitz“ in der Kunst!!!

Wer die hohe Kunst beherrscht ein Gesicht so aussehen zu lassen, wie sein Original, darf sich getrost Künstler nennen, ohne dabei ein schlechtes Gewissen haben zu müssen. Aber was ist mit den Künstlern von Gesichtern, die verzerrt, abstrahiert oder entmenschlicht sind? Sind sie nicht die viel größeren Künstler, weil sie es vermögen die Geschichte hinter der Fassade abbilden zu können?

Vielleicht erinnert man sich noch an den Kunstunterricht: Für den ein oder anderen Spaß, für manche aber auch nur eine Qual und irgendwann wurde die Aufgabe gestellt ein Portrait zu malen. Vielleicht 90% werden an der Aufgabe gescheitert sein, oder dabei die Lust an der Kunst verloren haben, die restlichen 10% haben ein Talent entdeckt, das sie stolz gemacht hat und vielleicht wichtige Entscheidungen in ihrem Leben beeinflusst hat.

Ein 1:1 abgebildetes Gesicht wird wohl die meisten Betrachter nicht unbedingt bewegen, es besitzen zu wollen. Portraitmaler sind daher oft nur Auftragskünstler, die Familienportraits oder andere Portraits nicht öffentlicher Personen malen. Oder aber es werden die schönen Gesichter festgehalten, die oft ohne Aussagekraft sind. Gesichter ohne Geschichten. Gesichter ohne Seele. Und dann gibt es viele Portraitkünstler die 1:1 von einem Foto abkupfern, ohne eine eigene Note ins Werk zu bringen. Dagegen stehen Künstler wie Walter Hrivnak, der bei den Gesichtern sehr genau beim Original bleibt, aber die Farben verfälscht und die Umgebung abstrahiert und damit dem Werk seinen eigenen Ausdruck verleiht, der typisch hrivnaksch ist. Nadia Kimova ist die mit dem fehlenden Puzzleteil! Sie beherrscht die Kunst die Seele ans Licht zu holen. Der Ausdruck in den Augen der von Kimova gezeichneten Frauen birgt ein finsteres Geheimnis. Man kann es gar nicht verhindern zu interpretieren und sich eine Geschichte zu den Protagonisten auf der Leinwand zu erdenken.

Auf der discovery art fair präsentierte sich schon zum wiederholten Male Gregor Kalus, dessen Portrait-Tuschen wie die dem berühmten Original entzogenen Seelen wirken. Kalus lässt wirken, ohne nur abzubilden oder zu kopieren. Ohne das Antlitz zu sehen, weiß man sofort, welches berühmte Vorbild dem Werk dient. Kalus´ Werke schaffen es mitzureißen.

Sybille Will auf der Art MUCÄhnlich ergeht es einem bei den entmenschlichten Werken von Sybille Will. Verzerrte Gesichter, die berühren. Nichts Schönes, was einem verzückt, sondern Interesse an der Geschichte dahinter wird geweckt. Wer sind diese Gesichter? Die Schwachen? Zumeist Frauen? Es wirkt, als wolle Will die Qualen des Seins in Szene setzen, die viele Frauen, oder Schwache auf der Welt zu ertragen haben. Will verzichtet auf Farbe, damit bekommen ihre Werke etwas Geisterhaftes. Wie Geisterwesen starren einen die Frauen an und wie im Horrorfilm scheinen sie stumm zu schreien. Wills Werke könnten für die Seelen der Schwachen stehen, für die Gefahr in der sie stehen das Schlimmste zu erleben. Bei Betrachtung ihrer Werke kann man nicht verhindern den Mann als Inbegriff des Starken in die Interpretation mit einzubeziehen. Männer und ihre Geringschätzung für das schwache Geschlecht oder das Schwache allgemein. Ist es das, was Will uns mitteilen will, oder völlige Fehlinterpretation? Liest man den Text von Uwe und Ling-Wang Hohmann zu Sybille Wills Werken deckt sich die Interpretation auf jeden Fall mit der Idee des inneren Dialogs.

Auch Lehmanns Portraits scheinen den Betrachter in eine düstere Stimmung ziehen zu wollen. Vielleicht mahnend, vielleicht eine Erinnerung heraufbeschwörend oder einfach nur dem Wahnsinn der menschlichen Existenz ein Denkmal setzend. Die Portraits bieten viel Spielraum für Mutmaßungen und Interpretation; - ganz ähnlich den Werken von Will, nur mit etwas mehr Farbe. Die Farbwahl erinnert an die Kimova, nur wirken Lehmanns Portraits viel düsterer.

Kerstin Emrich-Thomas auf der ART MUCGanz anders als die geisterhaften Portraits von Will, Lehmann und Jean Jacques Piezanowski arbeitet Kerstin Emrich-Thomas. Die Künstlerin hat teilweise zwar ebenfalls noch das Porträt als Thema, doch lässt sie es nur noch eine Nebenrolle spielen. Man erkannt das Gesicht in dem quietschbunten Wirrwarr von Farben nur noch auf den zweiten Blick. Der erste Blick wird überwältigt von Farbe. Bunt und schrill, chaotisch und strukturlos durcheinander scheint sich Emrich-Thomas in ihren Werken der Reizüberflutung der Neuzeit zugewandt zu haben. Man erkennt die Telefonierende am Handy inmitten des Chaos und denkt sich, genauso fühlt sich das Jetzt an. Schnell, ohne Aussage, chaotisch, bla, bla, bla, bla….. Auch die Szene der asiatischen Girlies reflektiert das Hier und Heute. Es fehlt eine Richtung. Eine klare Struktur. Und über allem steht ein großes Fragezeichen: Wohin wird es gehen? Wird sich das Chaos irgendwann entwirren? Will Emrich-Thomas in ihren Werken Gesellschaftskritik üben, oder wieder nur eine fixe Idee des Betrachters? Kerstin Emrich-Thomas ist eine Künstlerin, die man sich mit ihren großformatigen Werken gut in einem hippen Loft der In-Szene-Viertel großer Metropolen in aller Welt vorstellen kann. Voller Energie und inspirierend für die großen Aufgaben einer unbekannten Zukunft. Wo das Leben tobt, da scheint Emrich-Thomas mit ihren jungen, frechen Werken zu Hause zu sein!


CRELALA Kunst unterwegs auf der ART MUC 11/18

Die Art Muc ist besonders!

Die Kuratoren der Messe haben ein wunderbares Gespür für Vielfalt und Exklusivität. Immer wieder kann man hier das Ein oder Andere entdecken, was man so noch nicht gesehen hat. Wer zum ersten Mal die Art MUC besucht darf begeistert sein, denn er wird vieles entdecken, was er so vielleicht noch nicht gesehen hat.
Man darf staunen über den Erfindungsreichtum der Künstler wie Matthias Kretschmer, den Mann mit den Löffeln, einem genialen Künstler, der die Harmonie des Kreises gekonnt mit Licht in Szene setzt, Eun Jung Seo-Zimmermann, deren Wasserspiegelungen perfekt für den Betrachter und die Ewigkeit festgehalten sind und die unglaubliche Ruhe und Kraft ausstrahlen. Lukas Frese, der Mann (die Frau) mit dem roten Eimer, bei dem nichts geschönt und idealisiert wird, bei dem einfach die Realität besonders sein darf.

Georg Barinov - Ostwest-Konflikt mal andersUnd dann ist da Georg Barinov, dem Russen aus Stuttgart, der den Ost-West-Konflikt auf ganz besondere Art und Weise künstlerisch umsetzt. Sozialkritisch, weltpolitisch, und uns fällt die Kölner Künstlerin Alin Klaass mit ihrem König Trump auf der Kölner Liste `18 wieder ein, hat er Putin, in Anlehnung an die russischen Ikonen, einen Heiligenschein aufgesetzt und ihm ein Hündchen verpasst. Opium fürs Volk heißt das Werk und spielt darauf an, dass Putin in Russland neue Kirchen bauen lässt, in der Hoffnung die Menschen wieder häufiger in die Kirchen zu treiben. Wer sich das genauer durchdenkt ahnt den Hintergedanken. Die Kirche hat die Menschen über Jahrhunderte klein gehalten und sie durch die Sündenfurcht davon abgehalten aufzubegehren. Die verfallenden Systeme der Neuzeit könnten neue, alte Werte brauchen. Ob da der traditionelle Gedanke an Gott noch funktionieren würde bleibt fraglich, aber die Idee ist einen Versuch wert. Auch Barinovs US-Flagge ohne Sterne beeindruckt! Von weitem schon ansprechend, stellt man bei genauerem Hinsehen fest: Sie ist auf alten Teppichen entstanden. Sich über die große Weltpolitik Gedanken zu machen ist dem jungen Künstler zu eigen, wir sind gespannt, was da in Zukunft noch kommt. 
 


CRELALA Kunst unterwegs bei der 1. discovery art fair in Frankfurt/Main

Discovery Art Fair 2018„discovery art fair“ - Frankfurt 2018, die erste „Liste“ unter diesem Namen und die erste in Frankfurt überhaupt. Eine Entdeckermesse für Kunstinteressierte, Sammler und Kunstliebhaber.


Wer Geld in die Hand nimmt und es für Kunst ausgibt, hat entweder so viel, dass er nur einen kurzen Gedanken daran verschwendet, oder er stürzt sich für die etwas andere Liebe in Unkosten, die ihn noch eine Weile beschäftigen werden. Und dann gibt es da noch die, die hoffen eine Wertanlage zu erstehen. Einen Künstler, bzw. sein Werk, das im Idealfall nach zehn Jahren mehr wert sein wird, als zu dem Zeitpunkt, an dem man die Arbeit erstanden hat. Sie alle waren am 01.11.2018 in Frankfurt am Main, der bislang nicht unbedingt als Kunstmetropole bekannten City, die zur Vernissage der 1. discovery Gregor Kalus auf der Discovery Art Fair 2018art fair, gleich hinter dem Messeturm (oder davor, je nachdem von wo man es betrachten will) geladen hatte. Man traf Hoffnungsträger wie Gregor Kalus oder Studio Komander wieder, man begegnete neuen Talenten und man konnte die Auswahl der renommierten Galerien des Rhein-Main-Gebietes begutachten. Nicht alles war neu und Einiges war weniger spektakulär als erhofft, dennoch hatten die Kunst-sammelnden und Suchenden reichlich Auswahl; wer weiß, vielleicht war ja der eine oder andere Künstler dabei, der den internationalen Durchbruch schafft. Man darf auf die Zukunft gespannt sein.

Auf der Suche nach dem Besonderen, nach Etwas, das man nicht vergessen wird, nach Etwas, das bleibt, oder das man unbedingt haben will, noch bevor es die Öffentlichkeit zu Gesicht bekommt, sahen sich die zahlreichen geladenen Gäste auf der Eröffnung der Entdeckermesse um und warteten auf ihren „Moment“! Mit rund 70 Ausstellern gerade groß genug, um nicht von Kunst erschlagen zu werden, mit etlichen vielversprechenden regional arbeitenden Künstlern, vertreten durch die renommierten Galerien des Rhein-Main Gebietes, aber auch mit Galerien aus den Kunstmetropolen wie Düsseldorf, oder international tätig wie die Gallery Tableau aus Seoul, hatte man die Chance auf viele gute Gespräche. Mal über Kunst, mal über das Leben an sich, oder das Kunstgeschäft im allgemeinen. Und dann irgendwann war er da, dieser eine Moment!  „Manchmal darf Kunst auch einfach nur gefallen!“ Mari Arp hatte unser Verharren vor Philine Görnandts großformatiger Papierarbeit „Roots“ erkannt, war auf ihre unnachahmlich frische Art auf uns zugesprungen und hatte uns in ihren Bann gezogen. Die Künstlerin und Galeristin der eigenen Galerie Arp aus Hanau, gerade einmal ein Jahr auf dem Markt, will die Kunst wieder zu dem machen, was sie einmal war: Ausdruck von Freude, von Wut, von Angst, von Kritik, von Statement, gerne auch Understatement, und ohne kunsthistorisches Palawer, bei dem man sich mühsam das Gähnen unterdrückt. Kunst soll einfach wieder Spaß machen! So wie es Mari Arp beschrieb, ist ihre Galerie die Antwort auf den im Umbruch befindlichen Kunstmarkt. Jung, frisch, frech, voller Lebenslust und es darf auch gelacht, auf jeden Fall aber geschmunzelt werden. Geschmunzelt, wie bei der asiatischen Dame mit Kaugummiblase vorm Mund, die Arp selbst als Abschluss ihrer asiatischen Phase in einem Duett zweier großformatiger Asien-Porträts präsentierte.Mari Arp auf der Discovery Art Fair 2018

Philine Görnandt auf der Discovery Art Fair 2018Arp geht einen gewagten Schritt in eine von überwiegend Männern beherrschte Welt, die auch überwiegend ihresgleichen sucht. Sie verleiht Frauen eine Stimme in der Kunst. Und dass Frauen durchaus das Zeug zu großer Kunst haben zeigt Arp mit der Wahl der Papierkünstlerin Philine Görnandt. Das großformatige Werk „Roots“ fasziniert und berührt und man ist sofort versucht zu fühlen… Vom gleichen Kaliber wie Arp, jung, sympathisch und voller Energie lässt Görnandt einen sofort ein anderes ihrer Werke anfassen. Sie will beim Betrachter ihr Werk als Erlebnis im Gedächtnis hinterlassen und wir ahnen, es wird gelingen. In Zeiten digitaler Möglichkeiten scheint es fast, als geriete Papier allmählich ins Hintertreffen, so gesehen ist Görnandts Kunst ein Geschenk, denn sie gibt dem Material Papier als solches wieder Raum und die Möglichkeit für sich zu wirken. Nicht als Mittel zum Zweck, um darauf zu schreiben oder zu zeichnen, sondern um es zum Kunstwerk zu erheben. Wer weiß, vielleicht verdrängen die digitalen Möglichkeiten Papier eines Tages als Medium und Papier als Arbeitsmaterial wird zum Luxusartikel, dann könnte ein Görnandt als Wahrzeichen für vergangene Zeiten unbezahlbar sein. 






CRELALA Kunst unterwegs auf der RODGAU ART

Uschi Ellison - Rodgau ArtUschi Ellison war eine der Künstlerinnen auf der Rodgau Art, die uns mit ihren Portraits in ihren Bann zog. Bei all der Kunst da draußen fragt man sich ja doch das ein oder andere Mal wer sie denn wohl kaufen wird? Und wo werden die Werke schließlich ihren endgültigen Platz finden? Und warum malen Künstler Portraits? Sind es Portraits von Menschen, die sie kennen? Sind es idealisierte Gesichter? Für den Käufer sind es erst einmal Fremde. Warum soll ein Käufer sich immer wieder Fremde ansehen wollen? … Bei Ellison waren es die Farben, die uns sofort anzogen. Das Portrait wird teilweise erst aus der Nähe betrachtet deutlich. Ellisons exotische Gesichter sind Teil eines perfekt komponierten Gesamtkunstwerkes, in dem auch Fische, Vögel und Blumen auftauchen. Schaut man genauer hin findet man mehr im Werk, als man zuerst annahm. Ellisons Werke faszinieren. Sie wecken die Sehnsucht. Ferne kommt einem in den Sinn und mit ausreichend Fantasie kann man sich für einen Moment lang in fremde Länder träumen. Ton in Ton harmonisch gestaltet, können sie in jedem Raum einen ganz besonderen Akzent setzen.

Barbara Andres - Rodgau ArtAuch Barbara Andres zieht unsere Gedanken in ferne Länder. Sie lässt uns Teilhaben an fremden Traditionen. Der Ferne Osten ist es, den wir erkennen. Japan und das, was wir darüber wissen, ist sofort in unserer Fantasie, beim Anblick des roten Kimonos. Fast können wir die Kirschblüte erahnen. Und dass eine Pudelmütze uns in die Mongolei oder die Tasse dampfenden Tees ins kalte Sibirien katapultiert … Absicht?
Mit ihren kleinformatigen Werken aus Tusche und Moor will Andres der Frau wieder eine ihr zustehende Natürlichkeit verleihen. In Zeiten scheinbar geklonter Gestalten der Unterhaltungsindustrie und sich kaum noch zu unterscheidender Gesichter versucht sie unseren Blick wieder auf das Wesentliche zu richten. Der Übersättigung entgegen zu arbeiten, den Blick des Betrachters doch noch auf sich zu ziehen, das gelingt Andres hervorragend.


Malgorzata Scholz - Rodgau ArtMit einer unglaublichen Leichtigkeit und Lebenslust hat uns Malgorzata Scholz beeindruckt. Jugend, Schnelligkeit, Energie und Kraft gehen von ihren Werken aus. Man kann regelrecht spüren, wie man sofort mitgerissen wird. Man will den Blick nicht abwenden, weil die Werke so viel positive Energie ausstrahlen. Sie fängt den flüchtigen Moment ein und bannt ihn auf Leinwand, um die Energie aus dieser Szene für die Ewigkeit zu konservieren. Die Werke der Künstlerin sind echte Mutmacher und Energiespender. Hier haben trübe Gedanken keine Chance und das Leben wird wieder zum Spaß!

Olga Malkovskaja - Rodgau Art…und dann ist es doch manchmal seltsam was einem das Hirn so für Streiche Spielt. Van Eyck war unser erster Gedanke beim Betrachten der großformatigen Portraits von Frauen mit eigenartigen Kopfbedeckungen der Künstlerin Olga Malkovskaja. Nicht, dass der Stil passt, oder van Eyck je solch ein Portrait gemalt hätte, aber vielleicht ist es die Assoziation mit einer ähnlichen, weißen Kopfbedeckung aus van Eycks Zeit, ähnlich der „Holland-Haube“. Ein ähnliches Bild haben wir schon einmal gesehen, aber wo? Und von wem? Wir machen uns auf die google-Suche und werden fündig. Oh wie wunderbar die Neuzeit mit den digitalen Möglichkeiten. Im Museo Nacional Thyssen-Bornemisza, Madrid, werden wir fündig. Wir waren erinnert an das Portrait einer Frau aus dem Jahr 1480, Künstler unbekannt, im Stile Dürers oder van Eyck. Die Ähnlichkeit ist weit hergeholt, aber hat Kunst nicht damit schon ihren Zweck erfüllt? - Man steht vor einem Kunstwerk und ist inspiriert, beginnt zu grübeln, die Fantasie wird angeregt, man erinnert sich an Vergangenes, Erlerntes und verharrt… . - Genau das macht die Portraits von Olga Malkovskaja für uns so einzigartig. Sie setzen den Geist in Bewegung!







CRELALA Kunst unterwegs auf der 11. regio art in Gerolsheim

Gerolsheim rückte die Kunst vom 19. - 21.10.2018 in den Fokus. Malerei, Fotografie und Skulpturen aus Region und Ferne wurden präsentiert und lockten zahlreiche Besucher in die Pfalz. Und die Besucher wurden belohnt! - Wie schon in Bürstadt in der Woche zuvor waren auch die Bürstädter Kunstpreisträger Nadia Kimova und Toni Keller wieder vertreten; Peter Frick, Herbert Fröhlich, Gizella Marosan-Lindig und weitere „Alte Bekannte“ waren mit dabei.

Konrad Peter - 11. regio art GerolsheimBei Konrad Peter hörte man bisweilen Vergleiche zu den Graffiti-Street-Art-Performern, die sich jüngst auch indoor etablieren. In seinen kontrastreichen, strichstarken Werken tauchen immer wieder die typischen Kugeln auf, die dem Künstler den Beinamen „Kugel-Peter“ einbrachte. Seine Weltsicht ist abstrakt, seine Gesichter sind karikativ und über die Gemälde hinaus beeindruckt der Künstler auch mit der Gestaltung von Mobiliar oder dem Aufbau abstrakter Skulpturen.

Nicoleta Steffan - 11. regio art Gerolsheim
Federn muss man bei der Betrachtung von Kunst nicht lassen, ganz im Gegenteil, man kann Federn bekommen. Nicoleta Steffen zeigt in überdimensionaler Größe mit welcher Schönheit einzelne Federn aufwarten können. Wer erinnert sich nicht daran in der Kindheit einmal eine Feder aufgehoben zu haben? Und hat man dann nicht gedacht: Was für ein Gefühl!? Selbst eine weiße Gänsefeder, oder eine schwarze Rabenfeder, … so perfekt, so einzigartig! Eine Pfauenfeder, der Inbegriff der Schönheit in fast allen Kulturen. Wenn die Zeichnung besonders schön und ansprechend ist kann man den Blick nicht abwenden … Schönheit kann so viele Gesichter haben. Vielleicht haben wir es vergessen. Nicoleta Steffen erinnert uns wieder daran.


Thomas Goerger - 11. regio art GerolsheimDann bleibt man plötzlich vor etwas stehen, was anders ist. Keine Gemälde, wie man im ersten Moment vermutet. Fotografien sind es, die uns Thomas Goerger zeigt. Der digitale Pinsel hat das Werk vollbracht. Diffus, vage, nicht erkennbar, die Bewegung des Fotografen präsentierend, ein Objekt darstellend, das man sich erdenken soll, oder eben kein Objekt, … der Fantasie des Betrachters sind keine Grenzen gesetzt. Das Bild soll zum Grübeln anregen. - Ruhe ausstrahlend, beruhigend, wird es den Betrachter meditativ beeinflussen. Man kann endlich loslassen von allem, was um einem herum Stress verursacht! Man kann endlich den realen Bildern entfliehen und sich in den eigenen Fantasien verlieren.





Bettina Pfirrmann - 11. regio art GerolsheimAbstraktionen in Farbe, die ein wenig an Walter Hrivnaks Stil erinnern, erschafft Bettina Pfirrmann. Kontrastreich farbig auf schwarzem Grund, oder hell, Ton in Ton auf weißem Grund malt sie Menschen und Gesichter derart, dass man den Blick nicht mehr abwenden kann. Nicht das Reale beeindruckt. Die Abstraktion überzeugt und ein Engel mit bunten Flügeln in Jeans, darauf muss man auch erst einmal kommen! Bei Bettina Pfirrmann genauer hinzuschauen lohnt sich!


Petra Ditter auf der regio art Gerolsheim Petra Ditter faszinierte mit einem großformatigen Werk, das an eine Skyline am Wasser, um 90 Grad gedreht erinnert. Die vermeintlich rötliche Spiegelung auf dem Wasser wirkt wie Abenddämmerung, während der Himmel, wenn man ihn denn als solchen betrachten würde, trübwettergrau ist. Wie ein Dimensionsspalt teilt eine schwarze Linie das Bild in ein oben und unten, bzw., wenn um 90 Grad gedreht betrachtet, ein links und rechts. Und ein schwarzes „Auge“ zieht den Betrachter in den Bann. Man verharrt und fragt sich, ob das Bild so gedacht war. Ditter spielt mit der Vorstellungskraft des Betrachters was auch in den anderen Werken zu erkennen ist.
 
Volker Senzel auf der 11. regio art 2018Die großformatigen Werke des Künstlers Volker Senzel setzen ebenfalls den Geist des Betrachters frei. Man kann sich vorstellen, dass ein Flusslauf von oben betrachtet, inmitten moosbedeckter Felsen, auf einen Wasserfall zutost, oder sich aus einer grauen Nebellandschaft die Nebelschleier bizarr öffnen und den Blick auf helles, fröhliches, hoffnungsfrohes Gelb freigeben. Es sind Bilder für die Sinne und das Treiben in Fantasien, durch deren raue Struktur man eine tiefere Wahrnehmung bekommt.

Linda Müller - Aquarelle auf der 11. regio art Gerolsheim
Die Aquarelle von Linda Müller sind ein echter Hingucker. Man erkennt sofort, dass die Künstlerin den Umgang mit dieser Technik beherrscht. Linda Müller setzt sowohl Großstadtansichten in Szene, als auch ferne Urlaubsziele, die sofort Erinnerungen an besondere und nicht zuletzt schöne Momente wecken. Linda Müllers Werke sind Wohlfühlwerke an denen man sich einfach nicht satt sehen will.

Gerolsheim hatte so vieles zu bieten, Altes, wie Neues, dass wir uns schon wieder auf die nächste regio art 2019 freuen und gespannt sind, wie sich die Künstler weiterentwickeln.










CRELALA Kunst unterwegs auf der 21.Kunstausstellung in Bürstadt

Das Bürgerhaus Bürstadt stand vom 12.-14.10.`18 wieder ganz im Zeichen der Kunst. Zahlreiche Werke aus Malerei, Fotografie und Skulptur regionaler, wie überregionaler Künstler waren auf der 21. Kunstausstellung des Künstlerverein Bürstadt 1994 e.V. zu bestaunen.  Neben altbekannten Werken präsentierten die Künstler auch Neues und Überraschendes.

Klaus Odenwald, bKlaus Odenwald - 21. Kunstausstellung Bürstadtekannt für seine rauen, beeindruckenden Landschaften der Bretagne hatte dieses Mal ein Werk im Gepäck, das wirkte, als habe er verschiedene, geometrische Formen in transparenten Ebenen über die Landschaft gelegt. Der Betrachter selbst kann nun entscheiden, ob die Harmonie der Landschaft gestört wird, oder die Entfremdung der Landschaft erst den besonderen Reiz ausmacht und eine Spannung erzeugt, die ihn immer wieder in seinen Bann zieht.


Toni KellerToni Keller - 21. Kunstausstellung Bürstadt, der den Jurypreis der Ausstellung, punktgleich gemeinsam mit Nadia Kimova gewann, beeindruckte mit seinen Großstadtansichten. Keller liebt die Perspektive und während die früheren Werke in den Raum wirkten zeigte er dieses Mal eine Ansicht, die in die Tiefe wirkt. Tatsächlich wirken die Bilder, wie aus der Ansicht einer Drohne. Vogelperspektive in vollendeter Form.


Nadia Kimova - 21. Kunstausstellung BürstadtDas Nachwuchstalent Nadia Kimova, Gewinnerin des Jurypreises, punktgleich mit Tony Keller, wie bereits erwähnt, schafft es immer wieder uns mit ihren großformatigen aquarellierten Werken in Öl in ihren Bann zu ziehen. Es ist, als blicke man in eine Welt hinter der Leinwand, auf irgend Etwas, das einen zum Grübeln bringt. Kimova ist auch für bizarren Fotografien bekannt und ihre Werke wecken bisweilen dunkle Fantasien wie bei guten Psychothrillern. Man kann den Blick einfach nicht abwenden, auch wenn das Bild, das sich zeigt manchmal verstörend erscheint.

Peter Frick - 21. Kunstausstellung BürstadtPeter Fricks neueste Werke zeigen den Mensch in modernen Zeiten. Zwischen Zahnrädern tanzend, rennend, laufend, verzweifelnd, kauernd,… der Mensch in der großen Maschine gefangen. Wofür steht die Maschine? Für die Gegenwart? Modernes Sklaventum? Neuzeit? Der Betrachter ist aufgefordert sich Gedanken zu machen und  wahrscheinlich zieht jeder seine eigenen Schlüsse, und so soll es auch sein. Dafür ist Kunst ebenfalls da: Aufzurütteln, wachzurütteln, zum Nachdenken anzuregen. Bei Peter Frick kann man das. Die moderne Welt ist technisch und der Mensch steckt mittendrin im Wahnsinn der Technik. Wo ist sein Platz, fragt man sich. Die Werke des Künstlers zeigen das Auseinandersetzen mit der Gegenwart und haben etwas Philosophisches an sich. - Und dann gibt es da noch die farbenfrohen Portraits von Menschen aus aller Welt. Peter Frick legt keinen Wert auf fotorealistische Abbildungen, seine Gesichter sind im Gesamtkunstwerk zu betrachten, das manchmal leicht verzerrt wirkt. In Zeiten von „High Definition“ muss man das Sehen wieder neu erlernen. Das Sehen von dem, was eigentlich nicht zu sehen ist. Das bringt uns Peter Frick wieder nahe.

Walter Hrivnak - 21. Kunstausstellung BürstadtWalter Hrivnak präsentierte sein neuestes Werk, eine Madonna in seinem unnachahmlichen farbenfrohen Stil. Ihm zu eigen ist die Liebe zum Detail. Er beherrscht es Portraits und Gesichter zu malen und realistische Zeichnungen seiner Beobachtungen anzufertigen, aber anstatt fotorealistisch abzubilden abstrahiert er das Unwesentliche. Er experimentiert bei der Farbgestaltung von Hintergrund oder Umgebung, verfälscht manchmal die Farben oder benutzt bewusst grelle, poppige und moderne Farben, so dass die Werke eine echte „hrivnaksche“ Note bekommen. Die Realität erhält so einen neuen, einladenden Anstrich!

Rosel Grassman - 21. Kunstausstellung BürstadtBesonders beeindruckend sind die Foto-Auftragsarbeiten von Rosel Grassmann. Für einen einzigen Tag, eine einmalige Aufnahme werden Menschen geschminkt und in Szene gesetzt. Die nackten Gestalten betören wie Wald- und Naturgeister aus Märchen oder Fantasy-Szenen. Als Teil der Natur scheinen sie eine besondere Energie abzugeben und beim Anblick der Aufnahmen ist es, als könne man diese Energie spüren. Man taucht ein in eine völlig fremde Realität. Rosel Grassmann hat die Energie für die Ewigkeit festgehalten. Momente voller Energie und Harmonie.



Herbert Fröhlich - 21. Kunstausstellung Bürstadt
Wie kreativ Menschen ihre Sicht auf die Welt darzustellen imstande sind, zeigen auch die Werke von Herbert Fröhlich, der seine Sicht der Dinge teilweise skurril und bizarr abbildet. Fröhlichs „Krieger“, wahrlich keine Schönheit, ist dennoch anziehend auf seine Weise. Obgleich nicht vertraut, ist es als träfe man einen alten Bekannten wieder und man beginnt zu grübeln woher dieses Gefühl kommt… Und beim „Paradies“ wird es sicher nicht ganz unbeabsichtigt sein, dass es der nackte Herr ist, der das asiatische Aussehen erhalten hat. - Verdrehte Wirklichkeit. Wer also ist der Sünder? Da darf man mal verharren und drüber nachdenken. Die Welt in Ansätzen surrealistisch zu verzerren, wenn auch nicht ganz im Stil der großen Meister, das ist Herbert Fröhlich! -  Seine Gemälde verlangen unbedingt einen zweiten Blick.

Wie immer bei solch großen Kunstveranstaltung kommt man am Abend nach Haus und fühlt sich ein wenig erschlagen von sooooo viel Kunst und man weiß gar nicht, an was man sich noch erinnern kann. So war Martin Bähring unter anderem mit seinen endlos erweiterbaren ElementeWelten vertreten, Jürgen Klaban präsentierte sich mit Werken, die jung, frech, bunt und neon nach Aufmerksamkeit geradezu schreien; ineinanderfließend, wabernd, zerfließend, geht einem durch den Kopf, wenn man an die Werke von Brigitte Rüdiger denkt, und so vieles mehr gab es auf der 21. Kunstausstellung in Bürstadt zu bestaunen. Fazit nach dem Wochenende ist auf jeden Fall: Es ist immer wieder spannend sich der Kunst zu widmen und hinzuschauen was der schöpferische Menschengeist zu vollbringen imstande ist. - Die Kunst lebt!!!


Martin Bähring - 21. Kunstausstellung BürstadtJürgen Klaban - 21. Kunstausstellung BürstadtBrigitte Rüdiger - 21. Kunstausstellung Bürstadt





































CRELALA zu Haus auf dem CKM 18Klaus Odenwald auf dem CRELALA Kunst Markt CKM18

CKM 18, so das Logo des ersten offiziellen Kunstmarktes des Startups CRELALA Kunst, das sich seit zweieinhalb Jahren einen Platz auf dem online Kunstmarkt erkämpft. Bei strahlendem Sonnenschein unter freiem Himmel gab es viel zu entdecken zwischen Wohnwagen, Bussen, Brettern, Eimern, Dachpfannen, Holzplatten, Leitern, Kanthölzern und Holzhallen. Das Gelände der ehemaligen Schreinerei der Gebrüder Steinmann wurde nun schon zum zweiten Mal zur Kunstausstellung umfunktioniert. Über 20 regionale, wie überregionale Künstler lockten am 26. August mit ihren Werken zahlreiche Gäste aus Bensheim und Umgebung an und das ein oder andere Werk fand seinen Bewunderer und konnte verkauft werden. Die Vielfalt der angebotenen Kunstwerke begeisterte die Besucher und stieß so manche Fachsimpelei über Kunst, und was Kunst tatsächlich ausmacht, an. In entspannter, sympathischer Atmosphäre konnte man mit den Künstlern plaudern, sich Techniken erklären lassen oder einfach nur den Geschichten zu den Werken lauschen. Auch der Workshop „Vom Auge in die Hand“, angeboten durch die Künstlerin Cornelia Zarth, wurde, wie im Vorjahr, wieder angeboten und war gut besucht. Was im vergangenen Jahr als Sommerfest mit acht Künstlern begann, wächst zu einem ernst zu nehmendem Event heran.


Nadia Kimova auf dem CRELALA Kunst Markt CKM 18          Heidrun Busch auf dem CRELALA Kunst Markt CKM 18

















Gerhard Kartmann auf dem CRELALA Kunst Markt CKM 18Rita Köberlein auf dem CRELALA Kunst Markt CKM 18
















Dr. Blanca Mandel auf dem CRELALA Kunst Markt CKM 18Silke Steinert auf dem CRELALA Kunst Markt CKM 18
















Walter Hrivnak auf dem CRELALA Kunst Markt CKM 18Konrad Peter auf dem CRELALA Kunst Markt CKM 18
















DieterLinde auf dem CRELALA Kunst Markt CKM 18

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