64625 Bensheim

Klaus Odenwald

Wind, Wetter, Wolken und Landschaften ohne Mensch und Häuser.

Es könnte eine Welt auf einem anderen Planeten sein. Menschen fehlen auf dem Großteil der Werke Klaus Odenwalds. Der Mensch ist weggedacht. Man träumt sich davon in eine Welt im Einklang der Natur, doch Natur wäre hart und unerbittlich ohne die Errungenschaften der menschlichen Existenz. Schutz vor Sturm, Schutz gegen Kälte, müssten erst gefunden, oder erfunden werden. Was auf den Gemälden von Klaus Odenwald atemberaubend schön wirkt, zeugt von einer Macht der Elemente, an deren Beherrschung allerorts geforscht wird. Wie ein Abbild der Urzeit, der Erde vor dem Menschen.

Sich die Erde Untertan zu machen, das stand irgendwo geschrieben. Viel eher sollte man schreiben: Sich in den Einklang mit der Natur begeben.

Die Nachrichten sind aktuell überlagert von anderen Bildern, von Schreckensbotschaften aus der Ferne und wer genau schaut erkennt: Auf dem gesamten Planeten gibt es Brandherde, an deren Löschung gearbeitet wird.

Wer sich den Elementen annimmt und ihre Eigenschaften erkennt, kann vieles bewirken. Da sind Künstler in aller Welt, die sich kreativ Gedanken machen, wie man das Gleichgewicht halten kann, bzw. es dort, wo die Welt aus den Fugen geraten ist, wieder herstellen kann.

Auch Klaus Odenwald ist eingetaucht in die Betrachtungen von Kunst und überlässt das Werk „Kunstgespräche“. Drei Schemen, die sich austauschen, zu ergründen suchen, was die Künstler mitteilen. Und Künstler haben viel zu sagen. In alle Bereiche hinein wirkt das Schaffen in der Kunst. Bewirken die Kunstgespräche am Ende einen positiven Effekt? Einen Fortschritt in die richtige Richtung?

Die Ansätze für Fortschritt sind aktuell eher Hinweise für Rückschritt. Schlagworte wie Entschleunigung, Work-Life-Balance und bewusste Auszeiten könnten klimabewusste Entscheidungen sein. Den Blick in Ruhe schweifen lassen, die Natur zu beobachten und alles, was in ihr vor sich geht. Den Blick wieder zu schärfen für das Wesentliche, daran erinnern uns die Naturschönheiten in Öl auf Leinwand von Klaus Odenwald.

Wolkengebilde dunkel und düster drohend über der Landschaft, oder überm Meer, sind atemberaubend umgesetzt von Klaus Odenwald, der beschreibt, dass es ihm auf die Farbspiele im Licht ankommt. Der Himmel ist zentraler Mittelpunkt in vielen der Arbeiten beim Spielen mit den unterschiedlichsten Maltechniken. Nicht der klare Himmel und das strahlende Blau an sommersonnigen Tagen reizt ihn, vielmehr ist es der Ausdruck der Macht der Wetter, die der Erde und Natur immer wieder neue Farbgebungen verleihen.

Inspiriert durch die Erinnerungen an die Reisen entstanden Werke wie eine sehr „blaue“ Serie über Island, so dass schon die Farbgebung an Kälte, Eis und Frost erinnern. Und wer beim „Eisberg Island“ genug Fantasie mitbringt erkennt den großen Geist in der Natur. Wie ein Eulen-Gesicht, oder das Antlitz eines anderen Raubvogels hat das Werk eine ganz eigene mystische Note. Man weiß um das Entstehen neuer Erde aus dem Mittelozeanischen Rücken, der in Island an der Oberfläche zu Tage tritt und der dunkle Grund ist wie schwarzer Sand und Lava auf dem das klare, blaue Eis der Gletscher erst richtig zur Geltung kommt.

Strände und Horizonte faszinieren bei Klaus Odenwald. Und das leuchtende Gelb eines Rapsfeldes in der Landschaft ist fast identisch mit der Wahrnehmung im Draußen.

Die Werke Klaus Odenwaldes möchte man sich zum Abschalten auf dem Bildschirmschoner des Smart-TVs ablaufen lassen und kann sich vorstellen dabei einzuschlummern und zur Ruhe zu kommen.

Die Kunst lädt immer wieder neu ein sich von ihr die Seele berühren zu lassen. Die Kunst von Klaus Odenwald hat es geschafft. Sie hat unsere Seele berührt und uns zum Träumen gebracht.

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