64625 Bensheim

Peter Frick

Peter Frick

Peter Frick

Im Oktober blicken wir auf Peter Frick und seinen unverwechselbaren Malstil in Acryl. CRELALA Kunst beleuchtet das Weltbild dieses Künstlers.

Einen Blick auf die Welt in Farbe und an der ein oder anderen, angebrachten Stelle nicht ohne Humor, wirft Peter Frick, ein weitgereister Geschäftsführer eines mittelständischen Unternehmens und Künstler der ersten Stunde bei CELALA Kunst, der den Wert des Fremden auf seine ganz eigene Weise in Acryl auf Leinwand umsetzt.

Unser Blick auf seine Kunst beginnt mit der Bewegung, die sich 2015 aus den Kriegs- und Krisengebieten in Gang setzte. Abertausende machten sich auf und suchten ihr Heil in der Flucht, um in einer friedlicheren Welt zur Ruhe zu kommen. Der Künstler hat Impulse aus aller Welt mit in die Heimat gebracht und verewigt diese nun malerisch überwiegend in Acryl auf Leinwand. In kräftigen Farben wird eine Welt skizziert, in der das oberflächlich Schöne verzerrt wird. In der die Ansicht der Welt bizarr verfremdet wird. Nur das Thema Flucht setzt er ähnlich eindrucksvoll und ernst in Szene, wie es schon von der East Side Gallery in Berlin nach dem Mauerfall bekannt ist, als sich eine Mauergalerie mit Mauerresten als Mahnmal des Friedens in der werdenden neuen Hauptstadt etabliert, auf der sich die Masse Volk auf den Weg in die Freiheit macht. Diesmal ist es der Weg Richtung Frieden. Aus einer anderen Richtung.

Im Telefoninterview sprechen wir mit dem Künstler über Flucht und Migration, über seine Erfahrungen aus der Hilfe für junge Asylsuchende beim Start in das hiesige System, und beim Einfinden junger Menschen in das Berufsleben. Am Ende ist es das Wort ANDERS, das sich als Hauptproblem beim Thema Integration herauskristallisiert. Nicht schlechter, nicht besser, einfach nur anders. Andere Kulturkreise denken anders, haben andere Wertvorstellungen und anderen Antrieb der Lebensführung und Gestaltung. Das Fallen und Scheitern scheint weniger dramatisch, als es in unseren voll durchorganisierten Breiten der Fall ist. Traumata werden kaum zur Sprache gebracht und sind oft schwer zu erahnen. Die Persönlichkeiten sind besonders. Das kulturelle Miteinander braucht einen nie verstummenden Dialog, um eine Weltgesellschaft menschlichen Miteinanders zu formen.

Mutig und willensstark sind vor allem die jungen Leute. Die Älteren oft müde, wollen vielleicht einfach nur noch zur Ruhe kommen.

Das Thema Flucht ist in den Medien aktuell abgelöst und andere Themen ersetzen die Schlagzeilen. Neue Politik soll bevorstehen und die Hoffnung auf ein „Alles wird besser“ steht im Raum. Und Peter Frick malt.

Auf die Bitte drei Worte zur Inspiration zur „Quadratischen Welt“ zu hinterlassen erwähnt er, es kommt ihm nicht alles geradlinig vor. Er dachte sich, man muss alles in Kästchen einsperren. Wolken, Häuser, Himmel,… alles unter Berücksichtigung der Perspektive.

Science Fiction kommt zur Sprache. Als erster Autor fällt ihm ISAAC ASIMOV ein, er ist fasziniert davon, wie schnell die Themen der naturwissenschaftlichen Fiktion mitunter real geworden sind. Wer hätte vor 30 Jahren gedacht, dass es heute soziale Netzwerke gibt, die tatsächlich den gesamten Globus nachhaltig beeinflussen. Prägen und steuern.

Auf internationalen Wegen unterwegs, hat der Künstler immer wieder Gelegenheit auch der Kunst zu begegnen und fragt man ihn nach der Kunst der einzelnen Kulturen ist es besonders Indonesien, das ihn fasziniert. Java, Bali, Sumatra. Die intensiven Farben und die vielen einzelnen Personen, die bis ins Detail wiederzuerkennen sind, bewegen. Die Verzerrung der Menschlichkeit, Fratzen und das Unansehnliche, was man sich von der Seele malt. Die Kunst als Sprache des Unaussprechlichen. Die Verzerrung von Gesichtern, als Stilmittel adaptiert.

WARUM ACRYL? Wegen des Geruchs zum einen und wegen des Trocknens zum anderen, erklärt Peter Frick. Arbeiten in Öl ist nichts für ihn. Der Geruch ist zu intensiv. Lässt man Acryl auf Papptellern trocknen, schont es außerdem das Wasser.

WASSER/ KLIMA Irgendwann ist man bei einem der großen Themen der Zeit. Was für eine Welt wird den Folgegenerationen hinterlassen werden? Die Welt denkt neu. Versucht es wenigstens. Dass die Zerstörung des Planeten durch alle möglichen Faktoren ein Problem ist, weiß jeder, an den menschgemachten kann man arbeiten und sie hoffentlich noch positiv beeinflussen. Der „Internationale Dialog“ bleibt relevant. Die Frage ist: Hat Kunst das Potential Völker zu verbinden? -BRÜCKEN zu bauen? – Der Künstler sieht Chancen, bleibt beim Thema Hoffnung aber vorsichtig.

Bleibt unverbindlich.

Das Thema Science Fiction spielt Peter Frick groß in den Kopf. Die Idee von Geschöpfen halb Mensch, halb Maschine erregt Besorgnis. Was in der Literatur schon alles erdacht wurde, was Fantasie schon alles in Bewegung gesetzt hat, weiß man aus der Vergangenheit. Stand heute: Vielleicht wachsam und achtsam. Achtsamer als vor der Pandemie.

Man betrachtet Kunst und Kultur vielleicht inzwischen aus anderen Augen und nimmt die Welt der Kreativen vielleicht anders wahr. Erkennt ihren Wert. Im Hinblick auf die Pandemie ahnt man, dass es sinnvoll sein könnte weniger „Fußabdrücke“ im Netz zu hinterlassen. Und trotzdem „googeln“ wir nach den Künstlern, die Peter Frick inspiriert haben. Was wir finden ist farbintensive, indonesische Kunst, in die wir uns erst einmal einfinden müssen. Kunst, welche Fragen offen lässt. Aber wen könnte man fragen? Wieder das Netz?

Viele der früheren Werke von Peter Frick haben eine humorige Komponente und der Künstler betont, dass Humor ein guter Weg ist Bekanntschaften zu vertiefen. Auf seinen Reisen auch in bitterernste Situationen gekommen, nimmt er dem Erlebten mit Humor und Ironie die Schärfe. Das spiegelt sich in seiner Kunst. Die abstrahierte Wirklichkeit in Acryl, so könnte man Fricks Machart auch nennen, ist eine besondere Art die Ästhetik auf den Kopf zu stellen.

Ob Ferne Sicht, Quadratische Welt, Flucht oder Zerstörung, Peter Frick gibt Einblick in eine Weltsicht, die ihm eigen ist. Darüber hinaus hinterlässt er Spuren, die ihn über sein Arbeitsleben hinaus auszeichnen. Nach einer abgeschlossenen Phase im Leben etwas Neues zu beginnen erfordert manchmal Mut. Sich in Bildern zu verlieren und Darstellungen von Fremdem zu überliefern Passion.

Während der Pandemie hat sich Peter Frick intensiv mit Corona auseinandergesetzt und drei neue Werke geschaffen. Auf seine eigene unverkennbare Art hat er den Virenanflug veranschaulicht und den „Teilchen“ ein Gesicht gegeben. Er erwähnt, dass er sich tief eingelesen hat in die „Materie“ und betont, dass die Informationsflut nicht zielführend zur Information ist. Zu viel Text, zu viele Bilder, zu viel von allem, das hört man heraus. Aber was wir sehen lässt uns ahnen, welches Fazit er gezogen hat.

Peter Frick`s spezielle Welt in Acryl ist es wert sich ein wenig Zeit zu nehmen und einzutauchen.

CRELALA Kunst präsentiert seine Sammlung besonderer Unikate, über die man gerne schmunzeln darf. Je nach Ernsthaftigkeit des Themas ist vielleicht auch mal ein Augenzwinkern erlaubt.

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