0151-21315985  D-64625 Bensheim

Art Karlsruhe 02/2020

Sie sind hier: » CRELALA Kunst vor Ort » CRELALA Kunst unterwegs

Manchmal muss man sich entscheiden! (Oder immer wieder aufs Neue)
CRELALA unterwegs auf der Art Karlsruhe 13.-16.02.2020




Dem ist eigentlich nichts mehr hinzuzufügen!

Dem ist eigentlich nichts mehr hinzuzufügen!

WER KUNST KAUFT KOMMT INS PARADIES!

Die ART Karlsruhe ist der Auftakt zum Kunstjahr 2020 in Deutschland. Eine der großen Messen für Kunst, auf der man Vieles sieht, was den Zeitgeist wiederspiegelt. Warhols Banane, hier adaptiert von Thomas Baumgärtel, hat sich verselbständigt und die Pop Art zieht sich durch alle Bereiche der Gesellschaft. 2019 war das Jahr, in dem ein kleines Mädchen die Welt wachgerüttelt hat. Alle Klimawandelbemühungen der großen Politik haben nicht annähernd so viel bewirkt, wie das Freitagsmädchen. Eine Sache dabei war die Sache mit den Bananen. Wenn man die Menschen fragt warum sie Bananen essen, werden sie viele Gründe nennen können. Wenn man an Bananen denkt wird einem auch Vieles einfallen, aber die großartigste Begründung, die man hören konnte, auf die Frage: Warum Banane? : "Weil sie ihre eigene Verpackung schon dabei hat!" Das ist #NACHHALTIGKEIT vom Feinsten!
Dann bekommt das mit der Bananenrepublik und der Ökopolitik erst so richtig einen Sinn. Und die alten Witze fallen einem nach 30 Jahren auch wieder ein! Wie es weitergehen wird, 2020 und danach, wird man sehen, aber die Kunst wird niemals sterben. Die Art Karlsruhe beweist, es lohnt sich immer wieder, sich mit Kunst auseinanderzusetzen.
Im Zeitalter der Bilderflut und der digitalen Transformation werden Lösungen für die Zukunft gesucht. - 1984 ist real und die Realität treibt mehr als bunte Blüten. Die Erde leidet Not und die Artenvielfalt schwindet. Zu viele Menschen, zu viel Ausbeutung, zu viel von allem es scheint, als stünde der Kollaps bevor.

Georges Autard

Georges Autard

Georges Autard ist nur einer von Vielen, die uns Lösungen zeigen. Wer dem Klimawandel entgegenwirken, ja das Klima retten will, darf getrost ans Fahrrad denken und darauf hoffen, dass der einzelne Mensch beim CO2-Sparen etwas bewirken kann. Wer seinen Teil zur Rettung der Welt beitragen möchte, hatte noch nie so viel Macht wie heute. - JEDER zählt!
Ein Mahnmal des Mülls im Hier und Heute sind HA Schults TrashPeople, eine Blechbüchsenarmee, die wie die chinesische Terracotta-Armee, seit 1996 durch die ganze Welt marschiert. Symbolisch gesehen. Und das ganze vor dem Plakat: Yes we cando it!

Dass auch das Fliegen bei all dem Klimawandel nicht außerhalb des Fokus stehen darf zeigt Daniele Sigalot, vertreten durch die Galerie ANNA LAUDEL mit Sitz in Istanbul und Düsseldorf. Seine Papierflieger aus Aluminium wirken wie ein Mahnmal gegen das Fliegen. Pi folgend, im Kreis angeordnet, bleibt man verwundert stehen und darf sich selbst fragen: Ist das eine "Personal Message to ME"? Und der Brief an die Kunst ist eine humorvolle Persiflage auf das, was Kunst kann. Die Messe zeigt allen Besuchern deutlich, dass Kunst eine riesige Show ist, in der es ums Sehen und Gesehen werden geht, in der sich Menschen inszenieren, sowohl Künstler, als auch Besucher und wer kauft scheint verstanden zu haben, oder auch einfach nur richtig interpretiert.

Beuys, an den Sigalot erinnert, oder Banksy, Rothko, Immendorf, Picasso, Dali um nur einige der GROßEN Modernen zu nennen, haben vorgemacht, dass der Einzelne Macht haben kann. Das Unaussprechliche auszusprechen, oder um Niedecken zu zitieren: "Ob Du nun laut malst oder leis, Hauptsache du tust es!" darum geht es. Es mag viele geben, die Kunst kritisieren, sie als belanglos betrachten oder nur dekorativ, und heranwachsende Künstler haben es bisweilen schwer in der Masse entdeckt zu werden, aber wie Sigalot auf GRÜN zeigt: "ART MUST BE TAKEN SERIOUSL Y". Wer Antworten sucht, kann sie hier bisweilen finden.

Antworten hat auch Georg Pummer im Gespräch. Der 1983 geborene Künstler aus Österreich hat bereits die internationale Bühne erobert und ist sowohl in den USA, als auch in Fernost ein Begriff. Mit seinen Porträts, bei denen die Kernaussage der Verpixelungen, die stark an Störungen in der Übertragungstechnik erinnern, "Schlechter Empfang" lautet, lädt er zum Nachdenken ein. Die Welt von heute im Fokus, die Zukunft im Visier, lässt er uns teilhaben an seinen Visionen. Was er auf der ART Karlsruhe nicht im Gepäck hat, was aber unbedingt erwähnt werden muss, ist seine Serie Evolution Alpha-Omega! Die Welt von morgen sieht düster aus in seiner Vision. Immer wieder erkennt man: Die junge Generation ist voller Endzeitphantasien und Apocalyse-Szenarien, und dann ist man auch schon wieder beim Klimawandel. Auch in den Porträts ist der Ernst der Lage zu erkennen. - Keine lachenden Gesichter. Und immer Frauen. Schlechter Empfang! Wer weiß, vielleicht hat auch DAS eine tiefere Bedeutung! - Am Ende bleibt die Frage: Wohin geht die Reise?

Georg Pummer

Georg Pummer

Und während die Einen sich in der Kunst mit dem Zustand der Welt im Ganzen beschäftigen, gibt es die Anderen, die den Fokus nach innen richten. Den Einzelnen betrachten, das Individuum und dessen Vielschichtigkeit, dessen Zerrissenheit und Stellung in der Welt. So begegnet man dem Künstler Dan Obana, vertreten durch die Ginza Gallery G2 aus Tokyo, der in seinen Werken das Unterbewusstsein in den Fokus rückt. Obana erzählt, dass er eigentlich seine monochromen Werke am liebsten hat, doch diese sind zu düster, verkaufen sich zu schlecht, also bringt er mehr Farbe ins Spiel. Und dann taucht der Schmetterling auf. Als Inbegriff für Transformation. Die Werke sind digitale Meisterwerke, die sich mit dem menschlichen Geist beschäftigen. Da findet man Bücher als Inbegriff für Wissen und Bildung, immer wieder auf Stühlen. Bilder im Kopf, freigelegte Gehirne. Man denkt an Mind Mapping und Mind Control und Erinnerungen in den Köpfen werden freigelassen. Was kann Wissen auslösen? "Subconscious Feelings" ist der Titel eines Werkes von 2018. Es ist, wie der surreale Traum des Aufstiegs, der quasi ausgeschlossen ist. - Vielleicht zu viel von allem. Zu viele Gedanken, zu viele Träume, zu viele Wünsche! - Löschen und Codieren! - Weitermachen! Was bleibt anderes übrig. Und hoffen, dass die Erinnerungen nicht über all dem Streben und Erleben, was man sich und seinem Organismus zumutet, verloren gehen. Man hat etwas weiterzugeben. Der Nachwelt zu hinterlassen. Das ist es, was Kunst kann!

Mit Erinnerungen beschäftigt sich auch die Künstlerin Nakamura Sakiko, ebenfalls vertreten durch die Tokyoter Gallery G2. In diesem Fall sind es Kindheitserinnerungen. Und immer wieder der Hinweis auf die Bedeutung von Märchen. Das ist in aller Welt wohl dasselbe: Die Bedeutung der Märchen. Hat man sie erst einmal verstanden, ist man den Kinderschuhen entwachsen. Dann muss man einen anderen Weg finden sich auszudrücken. Nakamura Sakiko ist eine zarte, schmale Frau, die ruhig und freundlich erzählt. Sie malt, zeichnet und stickt Tiere in ihren Werken. Und sie betont die Bedeutung des Tierschutzes. Der Klimawandel ist auch in Asien ein Thema.

Tierschutz, Fabelwesen, und Affenliebe vielerlei Getier ist in der Kunst zu Hause. Hat man eben noch Affen mit Turbanen, Halskrausen oder Kopftüchern, überhaupt eine ungeheure Anzahl an Affen auf der Messe gesehen, muss man beim Betrachten überdimensional großer Pralinenschachteln, prall gefüllt mit feinstem Süßen und Schokolade unwillkürlich an den Spruch denken: Gib dem Affen Zucker! Vielleicht läuft einem das Wasser im Mund zusammen und man schaut an sich herab. Der Eine lächelt, der Andere schaut verschämt wieder nach OBEN. Und die Kunst lächelt auf ihre Weise.

Die Kunst wird immer lauter in diesen Tagen. Portraits der alten Meister als Affen, Werke ohne jede Schärfe, geschlossene Augen, gemalt und wenig Fotografie dagegen. Man glaubt immer wieder das Scheitern des großen Plans der friedlichen Weltpolitik zu erkennen. Jeder Einzelne kann sich an irgendeiner Stelle selbst wiederfinden, als Anteil an der bevorstehenden Apocalypse. - Die Messe wirkt wie eine Schau der ganz großen Kritik. MEGA-Brands vereint auf einer Leinwand, und die Helden der 60er, The Doors, auf einer Litfasssäule. . Wenn es die Kunst nicht schon gäbe, dann müsste man sie erfinden. Moderne Kunst ist nicht nur die schöpferische Kraft des Menschengeistes, wie es der Brockhaus definiert, sie ist viel mehr Kunst ist der Schlüssel zum Universum. Einem Universum, das man nie wird vollständig begreifen können. Sei es in der Malerei, der Musik, des Tanzes, oder welcher Kunstrichtung auch immer. Die Kunst stößt das Denken an und vermag es Menschen zum Philosophen zu machen.

Cookies einstellen, dann kann´s losgehen! Auch unsere Seite nutzt diverse Cookies und Trackingmethoden zum Optimieren der Website. Durch die Verwendung von Cookies verbessern wir die Qualität, Bereitstellung und Nutzung unserer Dienste. Mit dem Klick auf „Alle erlauben“ erklären Sie sich mit der Verwendung einverstanden. Details über die Verwendung der Cookies sowie Trackingmethoden können Sie in unserer Datenschutzerklärung nachlesen. Änderungen Ihrer Cookie Einstellungen können Sie jederzeit auch noch nachträglich vornehmen.