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Yayoi Kusama im Museum Ludwig in Köln

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POLLENFLUG und INFINITY, Buntes Plastik auf der Dachterrasse und viele Menschen in einer besonderen AUSSTELLUNG… YAYOI KUSAMA im Museum Ludwig in Köln.

Was für ein Hype! - YAYOI KUSAMA wird vielleicht als die Frau und Künstlerin in die Geschichte eingehen, die sich dem Punkt verschreiben hat.

PUNKT!

Man darf über die Bedeutung grübeln. Über den Punkt als Elementarteilchen, aus dem alles erwachsen kann hinaus.

Im Museum Ludwig, Kölner Top-Adresse für Kunst in Nachbarschaft zu Dom und Philharmonie, idyllisch am Rhein gelegen, mit Weitblick und Aussicht… füllt die Künstlerin die Räume mit Teilen ihrer Weltanschauung. Man liest über ihr Halluzinieren in Punkten, seit ihrem zehnten Lebensjahr. Und wie sie selbst sich als in Punkten auflösen sieht, quasi ins Nanodetail des Selbst hineinwachsend und die einzelnen Elemente in sich erkennend, aus denen sie besteht.

Strenge soll ihre Kindheit durchzogen haben, immer wieder den Fokus auf Punkt- und Netzmuster gerichtet. Die Wechselwirkung der Teilchen beobachtend und veranschaulichend.

1929 geboren, 1948 Besuch der Kyoto School of Arts and Crafts, 1952 in der Heimatstadt in der Matsumoto Civic Hall ausstellend, sich in psychiatrische Handlung begebend wegen Angststörungen in Bezug auf Phallussymbole, Sexualität und Essen, in Japan tabuisierte Themen,… führt sie ihr Weg in die USA. - Georgia o´Keeffe ist ein Name auf ihrem Weg, wie auch Frank Stella und viele Andere. - In Psychotherapie behandelt, wurden ihr ihre Happenings nachgesehen, wie „Narcissus Garden“ auf der 1966er Biennale Venedig oder „14th Street“ in New York, Kult-Events in der Erinnerung des kollektiven Bewusstseins der Kunstwelt, wenngleich in Venedig polizeilich beendet. Sich selbst nicht all zu ernst nehmend und in Therapie behandelt wird Vieles leichter verziehen, wenngleich damit einige Tore wahrscheinlich aus Sicherheitsgründen verschlossen bleiben.

Bodypainting, Protestaktionen gegen den Vietnamkrieg, immer den Punkt, als Lichtpunkt, Spiegelpunkt, oder Spot auf Flächen, bzw. das Element in Kugelform in der Kunst integrierend, spielt YAYOI KUSAMA mit all den ihr zur Verfügung stehenden Möglichkeiten. Die New Yorker Avantgarde hat sie in ihren Kreis aufgenommen und mit ART from Us unter Peter Gabriel erschafft sie Nachhall in die Zeit. – Ihre Infinity Mirrors zeigen wie Weihnachtskugeln aus Glas, wie man mit den Reflexionen von Licht spielen kann und Realität an Orte projizieren, die in vollkommen anderer Orientierung liegen. Vermeintliche Standorte versetzend.

Gitterpunkte lichtleitend vernetzend, quasi Unendlichkeit aufbauend, wie in einem Spiegelkabinett, in dem man als optische Illusion mehrfach gleichzeitig sein kann.

Die Macht der Illusion, das Spielen mit den eigenen Halluzinationen, neue Wahrheiten als Kunstform kreierend, ist die YAYOI KUSAMA Ausstellung im Museum Ludwig ein wenig wie Jahrmarkt, nur trockener. - Jedenfalls IM Museum, wenn nicht gerade beim Gang in den Illusionswürfel auf der Dachterrasse ein Hagelschauer, wie der Zorn der Götter, auf den Besucher „herniederprasselt“ bevor er die Welt auf dem Kopf in tausendfach buntem Glas bestaunen darf..

2017 eröffnete YAYOI KUSAMA ihr eigenes Museum in Tokyo.

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