Udo Schneekloth
Werte, die bleiben, und Formen, die unvergesslich sind – Udo Schneekloth und seine Interpretation des Menschen
Klassische Moderne, Abstraktion oder Stilisierung des Menschlichen, Kubistische Tendenzen und Expressionistische Züge… vielleicht könnte man damit die Kunst des Udo Schneekloth zusammenfassen, der die Kunst und Bildhauerei erst spät für sich als Ausdrucksmittel entdeckt hat.
Seine Bronzen im Vollguss erinnern an die Zeit des Futurismus, erinnern an Namen wie Umberto Boccioni, Marcel Duchamp, erinnern an die Zeit, als Kunst sich auflehnte gegen bestehende Missstände in Politik und Gesellschaft, als Kunst sich abgrenzte vom Schönen und parallel zu den Anfängen der Digitalisierung der Informationstechnologie und Automatisierung der Produktionstechniken, abbildete, wie sich die Welt zu verändern begann.
Der Mensch im Fokus, an dem seit Menschengedenken herumgeforscht und herumexperimentiert wird, den alle Welt bemüht ist zu optimieren und zu idealisieren, setzt Udo Schneekloth mit seinen Arbeiten ein Denkmal, die lange zurück ihre Wurzeln hat, aber nie aufgehört hat zu existieren.
Um Formen in Raster pressen zu können, kann man geometrische Formen nutzen, Berechnungen zur Vervielfältigung vorbereitend, immer weiter vereinfachend, spielt der Künstler Udo Schneekloth mit den Möglichkeiten der Zusammensetzung unterschiedlichster Geometrien, mit dem Ziel erkennbare Formen zu erzeugen.
Stilisierte Menschen, die rechnerisch einfach zu konstruieren sind,… per Computer schnell eben zu entwerfen, bzw. zu designen, inzwischen im 3D Print-Verfahren zu reproduzieren und zu vervielfältigen,… eben leicht zu erstellen,… das ist, was man in Udo Schneekloths Figuren erkennen kann.
Die Schönheit des Materials, die Anmut der einfachen Form, die Idee des mathematischen Modells… man braucht nicht viele Worte um die Kunst des Künstlers zu erklären. Die Kunst erklärt sich von selbst. Das Material hat einen Wert, der bleibt. Kupferlegierung, mit einem Metallgehalt von wenigstens 60% Cu. – Wertanlage, die ins Auge fällt und haptisch greifbar und portabel ist.
Kunstkenner werden die Epoche erkennen, in der die Kunst parallel zum Aufbau einer voll durchrechenbaren, digitalen Welt, ihren Weg nahm, und als entartet galt, weil man sich vom realen Erscheinungsbild der Wirklichkeit verabschiedete.
Und vielleicht träumte nicht nur damals der Ein oder Andere den letzten Schritt zu wagen, und den Figuren Leben einzuhauchen, auf dass sie den originalen Vorbildern als robotische Diener zur Seite stehen.
Mehr Infos zum Künstler finden Sie auf dem Künstlerportrait von Barbara Andres!
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