ARTe Kunstsalon Burg Stettenfels …
Zwei-Faktor-autentifiziertes Informationsmanagement und Medien-Konsumverhalten. - Oldschool Papier - Haptisch materiell, neben visionär – digital, aus kleinsten Boxen blau strahlend, flachsten Räumen, in denen die ganze Welt eingepfercht werden kann… - Beides wird konsumiert. – NOCH! – Die Masse an Information wird kanalisiert. - Je nach Genre, je nach Interesse, je nach Schlagwort, Teaser, oder Thema,… je nachdem, wie der Interessierte seine Kanäle organisiert. - Die Logarithmen steuert. – Die klugen Köpfe haben ihre Informationen in Archiven organisiert. Die Genies filtern aus der Masse. Die
Rechenleistung bei den Suchen in den Massen ist immens. Sie braucht Energie. – Beim Aufbau der eigenen Systeme steuert man mit.
Was holt man heraus aus den Archiven?
Was findet man, welche historischen Gestalten, welche historischen Ereignisse, lange nachdem umgebaut, abgebaut, neu gebaut wurde? - Auf welchen Ruinen baut man welche neuen Strukturen auf? Welche Relikte unterlagern die Aufbauten? Was liegt über den Jahrmillionen Erdgeschichte vergraben, unter welchen organischen Phasen? - Prä-Holozänistisch (oder heißt es holozenär?) und Post-Holozän? - Schaut einem das Morgen schon über die Schulter und liest mit? Setzt es gezielt eigene Denkanreize? Liefert es Gedankenblitze, die in vollkommen neue Richtungen steuern? – Andere Richtungen? Bessere? – Vielleicht?
Ein „Wohin mit all den Büchern“ muss nicht zur Verbrennung führen, oder zum Holz anfeuern… in Zeiten von „Books on Demand“ wird oft nicht mehr in Massen aufgelegt, sondern für einen kleinen Kreis produziert. – Die Paper-Passagen haben neuen Stellenwert. - Nachhaltig. - Sie dürfen wieder einzigartig sein, wie alte Briefe.
Buchrollen, Pergamentrollen, Regale voller Literatur, je nach Gewichtung in Schieflage, oder auch ausbalanciert. Was wird bleiben? Wem wird was zugeschrieben? Wer übernimmt einfach die alten Ideen und erweitert sie unter eigenem Namen? – Ein Sokrates, ein Plato, ein Galileo, ein Newton,…
Wie viele haben aus Altem Neues entstehen lassen… und wieviel davon war eine Bereicherung? Oder gar Aneignung?
Peter Schmidt verfasst geduldig eine kunstvolle eigene Bibliothek, eine Kunstbibliothek aus zu „Buchrollen“ gerolltem Papier. - Buchseiten und Zeitungsblätter voller Information! – „ROLLEN“ und „Röllchen“, die es wert sind, dass man sie in Augenschein nimmt und sich ihrer erinnert.
Christian Walter von Lüderitz holt die Welt nach Hause.
Immer ist irgend etwas los in der Welt, irgendwo anders, denkt man sich,… aber vielleicht muss man gar nicht so weit reisen! – Vielleicht liegt die Ferne ganz nah, in die man sehen darf, nur wenige Meter vom eigenen Standort entfernt. - Im Strahlen ganz besonderen Lichts.
Um im Strahlen nicht zu ertrinken braucht es Schutz. – Transparenz als Schutz? - Kann das gelingen? – Folien, Plastik, Kunststoff,… Glas…
Raumteilende Durchsicht, mehrschichtig, in vielen Ebenen und Lagen übereinander vielleicht, mit der Fähigkeit zu filtern,… so setzt Christian Walter von Lüderitz seine Welt in Szene.
Martina Stürner
Vielleicht erinnert man sich an Hemingway und an die Großwildjagd, vielleicht an Filme wie „Es war einmal in Afrika“, und vielleicht sind die Ansichten der Big Five, wie manch andere Art mit Stellvertreter-Charakter, immer wieder ein Genuss, wenn man nicht in die Welt hinaus kann und selbst schauen. - Vielleicht liegt der Zoobesuch schon ein paar Jahre zurück, aber man hat ihn wahrscheinlich nie vergessen, denn die Größe so mancher Art versetzt immer wieder in Staunen. - Elefanten, Nashörner, Großkatzen… Löwen, Panther, Leoparden, Geparden,… gefleckt, gestreift… je nach Herkunft Tiere, deren Fell ihr Schutz vor einem Hintergrund und über einem Untergrund ist, der auch von oben, und aus der Ferne, in Analogie, die Herkunft verrät.
Irmgard Werner und Margret Eberhardt - Ton-Plastiken und abstrakte Wolkenfantasien!
Bronzen, Stein, Körper und Zeichen! - Sich in die Arbeit zu versenken, sich in den Fantasien zu verlieren, sich einfach einer Sache hinzugeben, zu fühlen, zu erschaffen und zu sein, das ist das Wesen der Arbeit von Irmgard Werner und Margret Eberhardt.
Die Körper mit ihren Facetten von Menschlichkeit sprechen für das Leben an sich. Von der Perfektion des Imperfekten und den Akzenten, die sie setzen wollen. – Material und Form sind immer wieder Herausforderung in der Kunst. Sowohl zweidimensional, als auch dreidimensional. Ein Hauch von Ewigkeit liegt über den hellen, lichten Arbeiten der Künstlerinnen und es ist offensichtlich, hier wird Freude vermittelt.
Dass Kunst bisweilen zu seltsamen Ideen führen kann: Margret Werner und Irmgard Eberhardt beweisen es. Man kann sich vage vorstellen, was eine vollautomatisierte KI durchmachen muss, die nach Erklärungen sucht, was Künstler vielleicht meinen könnten mit ihrer Kunst, und dass sie vielleicht das Offensichtliche nur als Modell nutzen, um eigentlich etwas ganz anderes auszudrücken.
Burg Stettenfels bietet immer wieder neue Sichtweisen und Interpretationsspielräume. Die ausstellenden Künstler beweisen, dass Kunst auch etwas mit Liebe zu tun hat. - Liebe zum Schönen und Liebe beim Blick über den Horizont hinaus. Es lohnt sich also immer mal wieder vorbeizuschauen auf den ARTe Kunstmessen, um zu schauen, was es Neues, oder Altes in neuem Gewand zu sehen gibt.
