Besondere Kunst an besonderem Standort - discovery art fair Cologne 2026
„Und wenn morgen die Welt unterginge…“ Die Discovery Art Fair Cologne mit Inspirationen für die Zukunft - Suchen und Entdecken!
War es Philipp Käppelis Absicht, dass man seine Wanderstöcke so interpretiert? – GEHSTÖCKE!
Stöcke neben schon bearbeitetem Gestein, das daneben aufgebahrt ist, noch irgendwie unfertig wirkend, nicht zu Ende bearbeitet? – Noch. – Vielleicht.
Steht der silberglänzende Kern, in dem die Wanderstöcke stecken für den Erdkern? Für einen Rechnerkern? – Für ein Herz? - Was wirkt ein auf die Erde, auf alle Massen? Was setzt welche Prozesse in Gang? Metamorphosiert, transformiert, in diesem Fall NICHT translatiert, NICHT rotiert. - Was wirkt aus den schützenden Hüllen heraus, oder in sie hinein?
Umhüllung, Verpackung, Schutz… was ist stark genug wirkenden Kräften standzuhalten?
In welcher Entfernung, welchem Abstand verlieren sich Kräfte und Bindungen zur Kraftquelle, so dass ein aufgebautes Feld wieder in sich zusammenfällt? - Kann die Zahl der Wendepunkte auf gleicher Ebene als Grenze der Abschirmung angenommen werden? - Viele kleine Schutzschirme? Bei Käppeli hölzern, vorstellbar aber auch in anderen Stoffen, vielleicht transparenten Gasphasen,… (wie gläserne Käseglocken, oder Wasserpilze in Schwimmbädern).
Das Zusammenfallen ist rückwirkend, wie ein Echo nachhallend, in die Grenzbereiche der Überschneidungen der einzelnen Pulskanäle, Adern, Äste hinein. - Sich selbst erhaltend?
Kann man mit Philipp Käppelis Wanderstöcken eine Katastrophenszenario-Simulation erklären? Energieerhaltung oder andere Phänomene, die man so noch nicht betrachtet hat?
Vielleicht ein Atommodell?
Oder ist ein Stock nur ein Stock nur ein Stock, eben am Ende einfach nur ein Wanderstock, den man entlang Wanderrouten innovativ ansprechend aufgebahrt, zum Kauf angeboten, besser an den Mann (oder die Frau) bringen kann?
Kunst kann bisweilen wirklich Wunderliches wirken lassen.
Und aus welchen Stoffen erwachsen Kristalle, je nach klimatischen Rahmenbedingungen, wie gezeigt bei Robert Huber als Kissen, die man sich in der Atmosphäre denken darf.
Vielleicht kennt man Tropfsteinhöhlen, vielleicht Salzgrotten, vielleicht überdimensionierte Bergkristalldrusen, auskristallisierte Hohlräume in Gasblaseneinschlüssen in Bergmassiven, vielleicht andere mystisch-magische Orte, an denen die Kristalle die Freiheit haben wachsen zu dürfen und kristallklar solitär zu vielleicht unschätzbaren Werten werden,… dann begreift man, dass auch Robert Hubers Kristall-Kunst nicht nur Spielerei ist.
In einer künstlerischen Ausbildung, einem Studium Bildender Kunst, lernt man den Umgang mit den Massen. Erarbeitet sich das Wissen der Vergangenheit und lernt viel über die exakten Wissenschaften. Chemie und Alchimie und das Tier Mensch, führen in die entlegensten Winkel dieses Planeten und hin zu den Spuren menschlicher Existenz.
Man denkt an Naica, die entwässerte Höhle einer Mine mit Riesenkristallen in New Mexico und an die bevorstehende WM. - Man denkt vielleicht an den Geist in den Wassern und Chemie und Biochemie des menschlichen Erbes.
Die Salzkristalle von Robert Huber kommen noch einmal ins Gedächtnis. - Wassertürme, Salz, Horizonte, Gestein, Meeresrauschen, Wind, Wellen und Weite… Meeresboden, der subduziert wird, Massen, die untergeschoben werden, metamorphosiert werden, aufgeschmolzen, um die Massen darüber wieder zu heben, so dass sich die Massen darüber heben und Gebirge sich auftürmen,… fast kann man es spüren, das friedvolle Miteinander aller Elemente, das zerstörerisch zugleich ist, der Ewigkeit des Details entgegensteht, aber in der Summe die Ewigkeit verleiht.
In seiner ToyBox wird bei Dennis Josef Meseg geschauspielert. „Kinderland ist abgebrannt“. - Mit einer Barbiewelt der perfekten nackten Körper im Container abrechnend, wird verdeutlicht Backend, wie auch Frontend stehen gegenwärtig weit offen.
Dass die nackten Schauspieler kraftlos mit hängenden Schultern, in sich zusammengefallen dasitzen wird man aushalten müssen, wenn man sich dem ganzen Thema ernsthaft zuwenden will, und dann fragt man sich vielleicht, wie viel im Leben so mancher Menschen gesteuert wird, dass am Ende genau dieses Bild dabei herauskommt. Ein Bild, das man zeigen kann und will: Resignation als Belustigung. – Entertainment auf der World Party. – Ist das Quotenträchtig?
Bei Galerie Helligkeit mit Marije Kujns „Whispers“ und Susanne Meier zu Eissen-Rau wird gewitternd zackig beidhändig live performt, in hellen Farben mit Ölpastellkreide.
Ein Großformat auf der Außenwand, mit Strukturen über den Rand hinaus, den Rahmen nicht sprengend, aber doch über den abgesteckten Raum hinweg expandierend, lädt ein zum Philosophieren über Grenzen, Landschaften, Farben und ihre Bedeutung. - Wahrnehmung, die erweitert werden kann.
Landschaften und Wetterphänomene haben auch ANDERE zu bieten. So auch Sebastian W. Gahntz aus Leipzig der Wolkentürme in Fehlfarben aufbaut - ZEICHEN ?!
Die Wolkenformen und Wolkenfarben erinnern an die Kriege oder Vulkanausbrüche dieser Tage, und mit dem Wissen über die trockenen Gebiete semiarider Steppenlandschaften auf der Erde kann man sich vorstellen, dass ein einziger Moment zur falschen Zeit am richtigen Ort, oder zur richtigen Zeit am falschen Ort, je nachdem, von heute auf morgen alles verändern kann.
Dass die Welt so ihre Schwierigkeit hat mit Künstlern und Poeten und deren unterschiedlich interpretierbaren, verwirrenden, kreativen Ergüssen, wird klar, wenn man sich den Werdegang vieler Künstler anschaut. So manch einer muss seiner Heimat den Rücken kehren, weil er zu laut gemalt hat, oder Kritik geübt hat, auf eine Art, welche die ein oder andere Person, oder Gruppe nicht aushalten konnte. - Auch politisch. – Und nicht jedes System verzeiht Systemkritik. Und sei es auch nur auf einer Leinwand, oder einem Blatt Papier.
Immer wieder wird in den Farben der Erde überliefert. Den Farben auf der Spur findet man die neue Werksserie „Terra“ von Christian von Bremke oder Johanna Liebschs Spuren der Zeit an den Wänden der Welt, wo Mensch versucht hat, dem Klima trotzend, einen Hauch von „Poesie“ in die Zeit zu tragen.
Sinnlichkeit, Menschlichkeit,… den Eingeweihten mehr als nur sichtbare Objekte oder kreative Ergüsse, findet man Werke der Jugend neben Werken der Junggebliebenen.
Dass Kunst Zeit braucht erklärt auch der Steineflüsterer Christian Koller mit einer Serie von Grafiken 2021 bis 2026. Der Wiener Bildhauer, Maler, Grafiker, Buchautor und Kunsthistoriker macht klar, dass das Schöpferische und die Langsamkeit immer Hand in Hand gehen mit dem inneren Kind und der Poesie.
