64625 Bensheim

Rodgau Art 10/2019

CRELALA unterwegs auf der Rodgau ART 10/2019

Über 70 Künstler gaben sich vom 25.-27.10.2019 ihr Stelldichein und resumierend kann gesagt werden, die kleine Kunstschau braucht sich nicht hinter den nationalen Listen und Discovery Art Fairs der Nation zu verstecken. Viele gute Künstler, die man auch immer wieder auf anderen namhaften Ausstellungen und Messen trifft präsentierten ihre Werke und nahmen die Betrachter mit auf eine Reise in fremde Welten und ferne Dimensionen. Zeitkritik, Vielschichtigkeit, Transformation und Abstraktion es gab nichts, was es nicht gab und fast alle Kunstbegeisterten kamen auf ihre Kosten. Es wurden nahezu alle Genres des Kunstgewerbes bedient. Malerei und Skulptur, Fotografie und Videokunst, Lichtkunst, Computerkunst, Textilkunst und Konzeptkunst, es gab viel zu entdecken auf der Rodgau Art 19






Olga Malkovskaja
Durch die Welt zu gehen mit offenen Augen, das Wundern und die Bewunderung für das Schöne nicht zu verlieren, Antrieb von Olga Malkovskaja, die ihre bisweilen impressionistisch ambitionierten Arbeiten in Öl auf der Rodgau Art 19 zeigte. Verträumt malerisch, nachdenklich, Malkovskajas Werke sind begehrt, denn sie zeigt eine Sicht der Dinge, die tiefer geht, ja man kann schon mal Gänsehaut bekommen, wenn man sich ihren Werdegang anschaut und den Werken nachspürt. In den auf der Rodgau Art ausgestellten Werken kann man einen düsteren Unterton erkennen. Der Blickwinkel ändert sich und schwarz-weiß wird nur von rot unterbrochen. - Rot! - Warum rot? Wie ein Boot voller Blut. - Das Gesicht erinnert entfernt an Jan Vermeers Mädchen mit dem Perlenohrring, man könnte also auch einen Bezug zu den alten, holländischen Meistern herstellen. Drei weitere Frauenportraits in der Ausstellung werden von einem vollkommen stilfremden Portrait unterbrochen. Stilbruch denkt man. Absicht? Fragt man sich. Die drei wirken wie royale Damen mit Hut und nicht erkennbarem Blick, dazwischen die Eine, wie eine Holländerin mit mittelalterlicher Haube und offenem Blick nach links. Aber das ist reine Interpretation. Am Ende bleibt es dem Betrachter überlassen, was er sehen möchte, oder ob er die Künstlerin selbst um ihre Erklärung bittet.

HELWIG SITTER

Baselitz und die Welt steht Kopf! Wie ein Tribut an den "deutschesten aller deutschen Maler" (Zitat die WELT), mahnt der Künstler Helwig Sitter, der sich in seinen Werken zeitkritisch zur Situation der Gesellschaft meldet. Mit einem Gnom und dem kopfstehenden blauen Mann, eines typisch baselitzschen Motivs, mahnt er den Betrachter, mit zu denken. In Acryl und Ölpastellkreide hält er fest, was ihn bewegt. Immer wieder, wie so oft in der Kunst, taucht die Farbe Blau auf. Auch das Thema Seele, und was kommt nach dem Tod, taucht immer wieder in seinen Werken auf. Im Werk stellt er die Realität über der Matrix dar. Wo will der Betrachter stehen? Gefangen im Netz, als Mitläufer, der den Global Playern hörig ist und unfähig die drei Affen zu begreifen. Helwig Sitter sagt selbst, er kommt aus der Ecke der Neuen Wilden der 80er Jahre. Man glaubt es ihm gern. Wer Kunst nicht nur wegen der Optik für die Wand sucht, sondern damit eine Message verbinden will, der braucht einen Helwig Sitter.

Walter Hrivnak

Ein Künstler mit ganz eigenem Stil, ist der in Rumänien geborene Künstler Walter Hrivnak. Was mit dem Abbild der eigenen Familie begann hat sich inzwischen zur Portraitmalerei der Extraklasse entwickelt.

Als Auftragskünstler fertigt er Portraits oder Darstellungen von Menschen an, die er nach Fotovorlage und Absprache mit den Auftraggebern anfertigt. Das perfekte Geschenk für besondere Anlässe, seien es Geburtstage, Firmenjubiläen oder zu Weihnachten.

Hrivnak geht bewusst nicht den Weg des Fotorealismus, nimmt sich die Freiheit Umgebung und Hintergrund zu abstrahieren und fokussiert dadurch die dargestellte Person. Gesichter und Menschen, Lebensfreude, Stimmungen, Emotionen bei Hrivnak können wir es nachspüren. Ein beliebtes Motiv sind immer wieder seine Kinder, die er als Beispiel seiner Kunstfertigkeit präsentiert und die besitzt er zweifelsohne.

Weitere Impressionen von der Rodgau Art 19

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