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Farblehre

Der Farbkreis

Der Einfluss von Farbe auf den Menschen ist wahrscheinlich so alt wie die Kulturgeschichte der Menschheit. Kunst und Kultur haben immer wieder mit Farben experimentiert und in allen Bereichen des Lebens findet man Farben und ihre Symbolik.

Viele haben sich bereits daran versucht eine einheitliche Klassifizierung der Farben zu geben, CRELALA Kunst versucht nun einfach das Wesentliche der Farben kurz zusammenzufassen.

Es gibt drei PRIMÄRFARBEN, die sich nicht durch Farbmischung herstellen lassen.

1. ROT
2. BLAU
3. GELB

Durch Mischung der Primärfarben untereinander erhält man drei SEKUNDÄRFARBEN.

4. ORANGE = ROT + GELB
5. GRÜN = GELB + BLAU
6. VIOLETT = BLAU + ROT

Grundfarben & Komplementärfarben

Die 6 GRUNDFARBEN ergeben zusammen den FARBKREIS!

Die Farben teilt man in kalte Farben und warme Farben ein, je nach FARBWIRKUNG:

WARM: ROTVIOLETT, ROT, ORANGE, GELBORANGE

KALT: GELBGRÜN, GRÜN, BLAU, VIOLETT

KOMPLEMENTÄRFARBEN nennt man sich im Farbkreis gegenüberliegende Farben, also Gegenfarben im Farbkreis, wie Rot-Grün, Gelb-Violett oder BlauOrange.
Additive Mischung der Komplementärfarbpaare ergibt im Wellbereich des Lichts WEIß.
Subtraktive Mischung der Komplementärfarbpaare ergibt SCHWARZ.
Materielle Mischung der (Komplementär-)Farben ergibt GRAU.

Bereits in der Antike setzte man sich mit der Bedeutung der Farben wissenschaftlich theoretisch auseinander. So nahm Demokrit an, "dass Atome, die von Gegenständen ausgestrahlt werden, ein farbiges Abbild erzeugen." Euklid dachte das Auge würde Sehstrahlen aussenden, die Gegenstände farbig abtasten, es wird wohl noch viele weitere Überlegungen zur Ordnung gegeben haben, aber erst
Newton erkannte schließlich die physikalische Bedeutung der Entstehung der Farbe durch die Aufspaltung von weißem Licht durch ein Prisma. (Quelle DUDEN Kunst)

Goethes Farbkreis in seiner Farbenlehre, die ihn das ganze Leben hindurch beschäftigte, war schon ein Modell, wie wir es heute kennen, allerdings setzte er Rot und Grün als Symmetrieachse ein. Er beschäftigte sich auch mit der sinnlichen Wahrnehmung von Farbe und erkannte die Fähigkeit des Auges Gegenfarben zu einer Farbe zu produzieren.
Philipp Otto Runge stellte 1810 seine Farbenkugel vor und Johannes ITTEN veröffentlichte 1961 in seinem Werk "Die Kunst der Farbe" den zwölfteiligen Farbkreis, der wohl bis heute wichtigsten Farbsystematik, die allerdings von Harald Küppers seit dessen "Grundgesetz der Farbenlehre" 1978 angegrioffen und in Frage gestellt wird.
Wahrscheinlich wird es immer wieder neue Künstler, Physiker und Kunstexperten geben, die die gängige Farbenlehre in Frage stellen und neue Impulse setzen. So hatte Eva Heller 1989 einen ganz anderen Ansatz bei ihrer Betrachtung der Farben. Sie nahm die Wirkung der Farben ins Visier und beschrieb, wie Farben und Gefühle zusammenhängen. In der Werbung beschäftigt vor allem der emotionale Ansatz die Werbetreibenden, die Produkte für Industrie und Wirtschaft an den Mann bzw. die Frau bringen sollen.

Wie Farben wirken

In ihrem Buch "Wie Farben wirken" fand Eva Heller in einer Umfrage bei 1888 Frauen und Männern heraus, dass die Lieblingsfarbe sowohl bei Männern (40%) als auch bei Frauen (36%) BLAU ist, gefolgt von ROT (20%) bei Männern UND Frauen) und GRÜN (12% bei Männern UND Frauen).
Dann unterscheiden sich die Vorlieben.
Frauen lieben rosa, schwarz, violett, gelb, weiß, braun, gold, orange.
Männer lieben schwarz, weiß, grau, rosa, gold, violett, braun, silber.
Warum ist das so? (Und ist diese Umfrage heute auch noch gültig?)
Und warum lieben wir blau so sehr?
MEER, Himmel, Eis, Ruhe, Weite, Ferne
BLAU!
Wie Blau bei der UNO, oder der NATO ist Königsblau auch bei Unternehmen wie Nivea, oder Tempo in ihrer Produktgestaltung und beim Verpackungsdesign ein wichtiges Wiedererkennungsmerkmal. Jedes Unternehmen, egal ob klein oder groß, hat sich irgendwann für eine Farbe zur Wiedererkennung entschieden und der bleibt sie meist für immer treu.
Auch das Webdesign setzt Farben gezielt ein, um Kunden zu erreichen. Allerdings setzt man hier häufig auf Trends und Trendfarben, da die Vorlieben für Farben beim Betrachter wechseln. Man sagt alle zehn bis fünfzehn Jahre wechselt der Geschmack. Das kann sich die Werbeindustrie wunderbar zunutze machen. Vor allem im Hinblick auf das Wohlbefinden in den eigenen vier Wänden.
Man sieht: FARBEN spielen nicht nur in der Kunst eine Rolle. Sie spielen in alle Bereiche des Lebens hinein und nicht zuletzt in der Politik haben sie immer wieder entscheidende Aussagekraft. Will man heute ein lautloses Statement abgeben kann man dies über Farbe tun. Aber Vorsicht. Manchmal sind die Farbinterpretationen und Deutungen sehr widersprüchlich und nicht immer sofort selbsterklärend. An diesem Punkt könnte man dann, zumindest in der Kunst, sagen: Manchmal darf Farbe auch einfach nur gefallen.

Lieblingsfarbe

Fragt man in der Kunst nach der Bedeutung von Farben gibt es viele Antworten und viele Künstler haben sich bereits an der Einteilung der Farben und ihren Bedeutungen versucht. Vielleicht sollte man gar nicht so genau nachfragen, sondern einfach auf sich wirken lassen. Vielleicht sollte man seinem Gehirn vertrauen, wenn es zu einer Farbe eine bestimmte Stimmung hervorruft. Vielleicht darf Kunst und ihre Farbe einfach für sich selbst stehen und ein Blau ist ein Blau ist einfach nur ein Blau!
Welchen Sinn haben die Farben? Welchen Sinn hat zum Beispiel Rot? Kann man überhaupt nach dem Sinn einer Farbe fragen? Rot wie die Liebe, Rot wie der Kommunismus, Rot wie Alarm! Irgendeiner sagte mal bei ROT denke er an Eugène Delacroix. "La Liberté guidant le peuple", entstanden 1830. Es ist eines der bedeutendsten Kunstwerke der Welt, gleichauf mit der Freiheitsstatue von New York, aber warum denkt man dabei an ROT? Einzig in der Fahne der Grande Nation ist eindeutig ein ROT. Das lässt viel Raum für Spekulation. - Welche Farbe hat wohl Freiheit? Kann man ihr überhaupt eine Farbe zuordnen? - Sollte man das? - Will man das? - Und was ist mit Frieden? - Die Grundfesten der westlichen Welt! Einer Welt, in der die Menschenwürde on TOP steht. Einer aktuell vom Klimawandel bedrohten Welt. Ist vielleicht GRÜN die Farbe der Freiheit? Dasselbe Grün, wie das der Hoffnung? Grün, wie die Bäume, grün wie die Wälder. Grün, wie das Leben! Oder doch BLAU, wie die Farbe der UNO?
Wenn Künstler Farben wählen, wählen sie diese rein zufällig? Die Frage darf man sich durchaus stellen und bei der Betrachtung eines Werkes im Hinterkopf behalten. Vielleicht hilft es Kunst besser verstehen zu lernen.
FARBE ist das, was uns mehr beeinflusst, als wir uns vorstellen können. Mit Farben können wir uns selbst manipulieren. Oder eben ohne Farbe. Im Weiß zur Ruhe und inneren Ausgeglichenheit gelangen, im Schwarz zeigen, dass Traurigkeit, Nachdenklichkeit und Ernsthaftigkeit das Wesen bestimmen. Abstufungen von Grau dazwischen. Das Spiel mit Tönen und Farben machen sich nicht umsonst Kunst, Kultur, Werbung und Politik zunutze. Wer begreift, was ihn wie beeinflusst, kann sich einer gezielten Manipulation am Ende vielleicht widersetzen.

Blau

So einfach ist es mit den Farben dann aber doch nicht. Sicher ist wohl immer die Wellenlänge. Die ist messbar. Die Wellenlänge für BLAU: 420-490 nm. Wofür könnte Blau darüber hinaus aber stehen? Für den blauen Planeten, für Wasser, für Meer, für Vertrauen, für Treue, für die EU, für die UNO, fürs Parlament, für Nachrichten, für Trunkenheit, für, für, für vielleicht hat jeder eigene Assoziationen, die er mit der Farbe Blau verbindet, weil er aus eigenen Erinnerungen schöpfen kann. Ferne, Weite, Unendlichkeit, Sehnsucht, Kälte, Männlichkeit, Geistlichkeit, Königsblau, Jeansblau, Preußisch Blau, Marienblau, all das kann einem zu BLAU einfallen und das Ergebnis einer Umfrage von Eva Heller* ergab: Blau ist DIE Lieblingsfarbe! Zumindestens bei durchschnittlich 38% aller 1888 Befragten im Jahr 1989.
Das Spiel mit der Macht der Farben beherrschen auch Unternehmen aus Industrie, Werbung, Verlagen, oder Textilindustrie, um nur einige zu nennen, und in der Politik stehen die Farben für den Sitz im Parlament. Man erkennt: Farbigkeit ist mehr als nur bunt!
Der Blaue Reiter in München , Chagalls blaue Fenster in Mainz, Franz Marcs blaue Pferde, so viel Blau in der Kunst Am Ende steht man bei all diesen Betrachtungen, Bedeutungen und Interpretationen verwirrt und ratlos vor der Kunst und fragt sich: Darf es nicht einfach nur gefallen?

Rot

Rot wie Blut, Rot wie Liebe oder Hass, Rot wie Krieg oder ALARM! Rot ist feurig, ist Energie, ist LEBEN! Rot will auffallen. 630nm -700nm ein Hingucker! Rot ist vor allem aber: Politisch! Rot in der Kunst hat uns etwas zu sagen. Man sollte genau hinschauen, wenn Künstler sich in ROT ergießen. Nicht immer hat es den Wert, den man ihm beimisst, aber manchmal eben doch, und so kann man sich bei MARK ROTHKO, der für sein schwarzes Quadrat bekannt ist, auch über Einiges an ROT wundern.
Purpurrot, Kadmiumrot, Rostrot, Zinnoberrot Bei Eva Heller* ist ROT die zweitbeliebteste Farbe. Gleichauf bei den Herren, wie den Damen mit 20%.
Eva Heller* nennt Rot die Farbe aller Leidenschaften, Die Farbe der Krieger, Richter, Märtyrer, des göttlichen Feuers, des Adels und der Reichen. Das edelste Rot wird aus weiblichen Schildläusen gewonnen; PURPUR! 140.000 Läuse für 1kg Purpur! Was für eine Qual!
Rote Fahnen der Freiheit, der Arbeiterbewegung und des Kommunismus, das gesetzlich Verbotene, das moralisch Verbotene, Rot als Farbe der Korrektur und Kontrolle, Farbe der Dynamik und der Werbung, alles Überschriften zur Klassifizierung von Rot bei Eva Heller*. Und was fällt uns sonst noch
zu Rot ein? - Rote Rettungsschirme in der IT! So viel, was man aus einer Farbe herausholen kann und die Kunst versucht sich immer wieder neu daran.

Gelb

Denkt man an GELB in der Kunst, denkt man vielleicht an Van Gogh. Seine Sonnenblumen sind mehr als nur ein Gemälde. Ihre Strahlkraft überdauert die Zeit und sie sind aktueller denn je. Der Klimawandel, der allmählich alle wachrüttelt, zeigt, wie wertvoll das Leben ist und wenn Menschen sich nicht überdenken, weiter konsumieren und die Verantwortlichen für den Wandel an anderen Stellen suchen, werden sie sich den eigenen Lebensraum vernichten. Warum sind Sonnenblumen so bedeutend? - Je darüber nachgedacht? Sie sind eine regenerative Energiequelle! Vogelfutter, Sonnenblumenöl, Biomasse für Biogas Die Sonnenblume! Was für eine Pflanze! Das einzige, was sie braucht ist Erde, Wasser und Sonne! Naja ein bisschen Chemie aus der Luft wohl auch noch. Ob Van Gogh schon so weit war? Die Grünen jedenfalls haben sie nicht ohne Grund in ihrem Logo! GELB, 575nm-580nm, ist aber noch mehr! - Steht für Sonne, steht für Licht, für Freude, für Leben, aber auch für Warnung und Neid. Geiz und Egoismus werden bei Eva Heller auch genannt. Und dann denkt man bei Gelb gerne noch an die "GELBE GEFAHR". Warum Gefahr? Warum nicht CHANCE? Man meint China. In China aber steht Gelb auch für die Farbe des Kaisers, und die Kaiser waren die Söhne des Himmels. Manch einer betrachtet China vielleicht als Bedrohung, doch in einer in der Breite immer globaler denkenden Gesellschaft können die asiatischen Einflüsse nur als Bereicherung gesehen werden. Rücksicht auf sich selbst und ein vollkommen anderes Bewusstsein für Medizin und gesundheitliche Zusammenhänge man könnte GELB neu definieren. GELB als Farbe für Läuterung und Besinnung! Vielleicht ist es an der Zeit für neue Ideen. An der Zeit die kulturellen Einflüsse aus allen vier Himmelsrichtungen aufzugreifen und etwas Neues daraus zu kreieren. Wie beim Kuchen backen. "Safran macht den Kuchen gel". Quasi als i-Tüpfelchen auf dem großen Ganzen.

Grün

497nm-530nm! - Was für eine Farbe! Grün, wie die Hoffnung! Grün wie das Leben! Grün wie ein Spieltisch und wie das Gift! Welches Gift? Warum eigentlich Gift? - Giftgrün? Ist Grün als Farbe des Umweltschutzes, der Iren und des Islam nicht viel eher eine Symbolfarbe? Grün wie das Glück? Abgeleitet vom grünen Klee, der auch schon mal vier Blätter hat. - Grün gleichsam politisch?
Auf Platz DREI der beliebtesten Farben kann die Mischung aus Blau und Gelb je nach Anteil an der Primärfarbe
dunkler oder heller sein. Frühlingsgrün, Meergrün oder Sattgrün wie der Sommer, die Farbe kann noch viel, viel mehr Grün wie Malachit, das Kupferkarbonat, das eine ähnliche Bänderung wie Achat aufweist und aufgrund seiner Schönheit der Bänderung eine Faszination auf jeden Betrachter ausübt, die es wert ist, sie auch in der Kunst umzusetzen.
Nach Eva Heller war GRÜN früher die beliebteste Farbe für Wohnzimmer und Salon. Billardtische und Spieltische wurden daher grün bespannt. Eine Zeitlang war die Farbe vollkommen aus der Mode gekommen, bis sie vor einigen Jahren ein Comeback erlebte. Grün wurde wegen der beruhigenden Wirkung gern als Pastellgrün in Krankenhäusern gestrichen, bis man herausfand, dass Gelb belebendere und positivere, auf jeden Fall aber wärmere Wirkung auf den Menschen hat.
In der Kunst findet man Grün indes eher selten. Vornehmlich zur Abbildung von Natur, doch es gibt jüngere Kunst, die auch den Versuch wagt sich mit nachhaltiger Ernährung auseinanderzusetzen, so zum Beispiel den Aufbau eines Keramik-Salatkopfes, oder Polymersalatblätter, die ein Kunstwerk bilden. Für GRÜN gibt es noch viel Spielraum in der Kunst. Spielraum, etwas ganz Neues, Eigenes zu schaffen.

Orange

Orange ist the new Black! Oder Orange als Farbe der Holländer, der Hare Krishna und eine Trendfarbe der Neunzehnhundertsiebziger Jahre. Orangen und Mandarinen fallen einem noch ein, aber dann? Bei Eva Heller wird festgestellt: Orange ist die Farbe, die keiner mag. Warum ist das so? Aufdringlich, extrovertiert, angeberisch. Dafür soll Orange stehen. Und dann fallen uns wieder Sonnenuntergänge und Abendhimmel ein. Die liebt man doch, warum also mag man angeblich kein Orange? Das Vergnügen, das Lustige, die Geselligkeit werden im Zusammenhang mit Orange genannt, durchaus positive Attribute. Es ist die zweite Farbe der Energie und es steht dem Rot des Feuers am nächsten. Es ist die Farbe der Glut! Indischgelb bis Hennarot Orange ist die Mischfarbe zwischen Gelb und Rot und so wie in China Gelb die Farbe der Vollkommenheit ist, die alle edlen Eigenschaften symbolisiert, und Rot die Farbe des Glücks und der Macht, so kann man Orange wohl als Farbe zwischen Vollkommenheit und Glück bezeichnen. Außerdem ist es im Konfuzianismus die Farbe des Wandels. Wandel als Wechselwirkung zwischen Fortschritt und Beharren. Noch einmal also die Frage, warum mag man kein Orange? Die Frage wird sich wahrscheinlich jeder selbst beantworten müssen, aber in der Werbeindustrie geht man tatsächlich vorsichtig mit Orange um. Man wagt wenig und setzt sie heutzutage nur selten im Produktdesign ein. Das muss wohl seinen Grund haben. Und in der Kunst? Man muss schon ein wenig suchen, doch vor allem in jüngerer Zeit wird man auch schon mal in der Pop-Art oder im Abstrakten Expressionismus fündig. Ansonsten bleibt Orange die Mischfarbe zwischen Rot und Gelb.

Violett und Pink

Veilchen, Flieder, Jod und Gewalt. So eine Überschrift bei Eva Heller zu Violett. Der Bezug zur Gewalt lässt sich wohl durch die Wortherkunft begründen. Violentia, violare, violence Gewalt und Schändung! Kaum verwunderlich, dass Lila nur selten Verwendung in der Kunst findet. Als antiker Purpur vom tiefen Blauviolett bis zum blassen Lila, hergestellt aus den mediterranen Purpurschnecken, war violett nur den Kaisern vorbehalten. Purpur war die Farbe der Herrscher. Später auch die Farbe der Bischöfe und der Buße. In der Kunst finden wir violett eher selten. Meist ist rot dominierend bei der Darstellung von Purpur. In der Werbeindustrie und im Produktdesign aber fällt einem sofort Milka ein. Das leuchtende Beispiel für gelungenes Marketing. Eine lila Kuh und Schokolade in lila Verpackung, das bleibt im Gedächtnis, bis man alle Viere von sich streckt.

Bei "Pink" sagt man Pink und Rosa wären die Farben der Mädchen. - Ist das so? Zärtlich, zart, weich, romantisch, süß, schwach, ... Tatsächlich werden bei Eva Heller dem Rosa zu hohem Prozentsatz Tugenden zugeordnet wie Charme, Höflichkeit, Harmonie, Freundlichkeit, Empfindsamkeit, Sanftheit, das Leise, Bescheidenheit oder Unsicherheit! Prinzessinnen in rosa, wie im Märchen, die Werbewelt hatte diese Tatsache früh für sich entdeckt und macht alljährlich Millionenumsätze mit MerchandisingProdukten entsprechender Marken. Rosa also nur Farbe des Weiblichen? Vielleicht befindet sich gerade alles im Umbruch, denn in Zeiten der Genderdebatte beginnen auch Männer sich mit Rosa zu schmücken! Vielleicht ist es soweit und man ist endlich angekommen in der schönen neuen, gleichberechtigten Welt, denn Pink Panther... rosa Wölkchen, rosa Hemden, rosa Himmel, rosa Anzüge, auch Männer dürfen inzwischen rosa lieben! Am Ende ist alles eine Frage des Blickwinkels. Wer die Perspektive wechselt, kann neue Wege finden. Und das gilt für Wirtschaft und Industrie, wie auch für die Kunst. Das Zeitalter der digitalen Transformation öffnet die Pforten für neue Sichtweisen und man darf sich hierbei gern Anregungen aus aller Herren Länder holen.

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