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Hans Gunsch

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Hans Gunsch, Künstler des Monats Februar

? KI-Suche nach unverbrauchten Gesichtern, für „Avatar“ in Fortsetzung, oder das Finden von besonderen Seelen beim Künstler und Sonderpädagogen Hans Gunsch?

Der Mensch ist im Fokus ÜBER, bzw. IN Farbfeldern, die absolut GAR KEINE BEDEUTUNG haben! - So erklärt es Hans Gunsch auf die direkte Frage nach der Farbwahl in seinen Werken. Farbfelder und Farbwahl sind seine Passion. Bedeutungsoffen.

In den vergangenen Jahren immer wieder beige in Kombination mit orange verwendend, interpretiert man schnell in eine gegenwärtig politische Lage, die national, wie international aufhorchen lässt und zu denken gibt. Man gibt den Werken eine politische Richtung, die so nicht gewünscht, nicht gewollt ist. Vielleicht hört man sich denken:

„Ich sehe Onkel Rudi OHNE Uniform!“

Aber die innere Stimme mahnt:

„Streichen bitte!“

„Ich sehe Onkel Rudi OHNE Uniform!“

Gestrichen.

„Und wer überhaupt ist Onkel Rudi?“

Bei Gerhard Richter war es ein knallharter Nazi.

Kunstgeschichte und Bildende Kunst verarbeitend, sich selbst im Kontext der Geschichte positionierend, den Werdegang der Jugend und wilden Jahre offenlassend, malt Hans Gunsch Menschen aller Altersklassen und aller Couleur, die mal miteinander in Beziehung stehen, oder eben auch gerade nicht, und dadurch wiederum eine Spannung im Bild aufbauen, die zu einer Geschichte beflügeln, so dass man zum Bilderdichter werden mag, bei Hans Gunsch, dem Sonderpädagogen und Kunsterzieher. Der Heilpädagoge und ehem. Schulleiter spielt mit der Wahrnehmung und erweitert Interpretationsspielräume bei den Betrachtern.

Die Farbwahl lässt in manch einem alte Erinnerungen wach werden, geschichtliche Vorprägung wirkt generationenübergreifend.

Hans Gunsch geht es nicht darum zu erziehen, oder irgendetwas vorzugeben, was gedacht werden soll, er beflügelt die Gedanken durch seine Farbgebung und rüttelt wach, wenn auch nicht absichtlich.

Wo die Spuren prägend waren, wird Geschichte in seine Arbeit hineininterpretiert. Wo es keine Berührungspunkte mit Faschismus, Nationalsozialismus oder Diktatur gab, eine entsprechende Geschichte also nicht Prägungen hinterlassen hat, werden die Arbeiten wahrscheinlich auch nichts auslösen. Dasselbe gilt für das Orange, das in fremde Welten mit entsprechenden Traumata entführen mag. - Für all die Gebildeten, die sehr genau Bescheid wissen über die Eckdaten und die historischen Wendepunkte, werden Erinnerungen an die Bilderwelten einer Zeit wach, als der Bildersturm mittels Massenmedienverbreitung begann. Nachcolorierte Filme, ein Archiv von Prozessen über menschliche Grausamkeiten, und das Wissen darüber, dass die Abgründe sich jederzeit wieder auftun können, je nachdem welche systemischen Prozesse und indoktrinierenden Wiederholungen man in Gang setzt, machen Hans Gunschs Arbeit, der selbst Jahre nach Kriegsende geboren wurde, besonders.

Das Werk „Beim Leben erwischt“ ist wie das Bild zweier Freunde, von denen der eine vielleicht ein zielstrebiger Visionär ist, Erfolg vorprogrammiert, der von seinem Freund, einem humorvollen Spaßvogel, bewundert wird. Die Geschichte dazu könnte erfunden werden, erdacht, geschrieben… die Figuren sind reale Persönlichkeiten, in jüngster Zeit gerne auch Ansichten auf alten vergilbten Fotografien. (So allmählich verblasst die Erinnerung, die letzten Zeitzeugen gehen und die Zeitreisenden, die es ins Heute geschafft haben, sind Schauspieler oder in alte Filme hineingeschnittene Helden der Gegenwart, die das wahre Bild der Geschichte verzerren und neue Wahrheiten erschaffen.)

Hans Gunsch spielt mit der Vorstellungskraft der Betrachter seiner Werke, und das vortrefflich. Die Entscheidung in Öl auf Leinwand zu arbeiten, soll den geschichtlichen Kontext unterstreichen, woher man entsprechend der eigenen Biographie kommt.

Als Kunsttherapeut und Kunstpädagoge und nach einigen Jahren Heilpädagogik für Menschen mit Handicap beleuchtet er den Menschen von einer Seite, die seiner biologischen Vorprägung entspricht. In Genen festgeschriebene, manifestierte Verhaltensmuster zeigen sich vielleicht noch Generationen später in Gestik und Mimik. - Des Menschen Herkunft wird in seinen unbeobachteten Momenten offenbar.

Hans Gunsch! – Ein Künstler zum Hinschauen!

Mehr Infos zum Künstler finden Sie auf dem Künstlerportrait von Hans Gunsch!

Hier finden Sie weitere Kunstwerke des Künstler Hans Gunsch!

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