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Life and what really matters – ARTe Wiesbaden 2026 …

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Life and what really matters – ARTe Wiesbaden 2026

Woran wir glauben, was wir uns wünschen, Sehnsüchte und Bewunderungen… was uns klein macht und manchmal auch groß, was wir uns vorstellen können, oder auch nicht…

Die Kunst lehrt uns wundern! - Vielleicht auch sehen. Aber was wir sehen, mag nicht immer sein, was wirklich ist.

Lassen wir uns also einfach nur verzaubern! - Auf der ARTe Wiesbaden. - Verzaubern von 170 Galerien und Ausstellern, auf 5000 Quadratmetern Ausstellungsfläche, von Anfängern, über fleißig Lernende bis hin zu den Meistern, national, wie international.

Das Niluh Swati Indonesian Art Program, mit Sitz des Ansprechpartners in FfM, ist in diesem Jahr mit einem eigenen, großen Stand vertreten. - Auf vier Seiten kann man eintauchen in eine fremde, mystische Welt, in der zu sehen ist, was die Kunst anderer Kulturen ausmacht. Es zeigt sich, wer erst beginnt, sich mit Kunst auseinanderzusetzen und wer sie schon über Jahre geübt und verfeinert hat. - Ein Meister kann wohl voller Gelassenheit selbstverloren im feinsten Detail ausarbeiten, was das Leben ausmacht. – Die Existenz an sich! – Das bunte Gewimmel auf diesem Planeten, der seine auf ihr kriechend und kreuchenden Massen ernähren muss.

Die Auseinandersetzung mit den Massen und wie man sie kontrolliert und organisiert, treibt die Kunst an. Heute, wie anno dazumal, wie eh und je.

Erinnerungen an Käthe Kollwitz? - Die Bronzen von Bettina Steinborn erzählen ähnliche Geschichten. – Vielleicht.

Kleine Figuren, mit besonderer Haltung, besonderem Ausdruck,…

Das Leben ist vielfältig und reich an Angeboten, vielleicht will man so viel mitnehmen, wie möglich, bevor man diese Welt verlässt, aber wie schafft man es am Ende auf ein erfülltes Leben zurückzublicken, wenn man glaubt, dass da noch etwas ungesagt ist? - Ein vergessenes Danke, ein nie gesagtes „Du bist alles für mich“ – ja auch das unsäglich kaputte Wort, das man ins „Trio“ Subjekt, Prädikat, Objekt bindet, und das schon oft besungen wurde, dass man es nicht mehr hören kann. – Wie schützt man die Schwachen? Ja vielleicht sogar die Starken und Stärksten und die sich selbst überschätzenden? Die Lebenshungrigen und Fröhlichen, die wunderbaren Seelen, die noch Kind sein dürfen? Wie hält man sie von der Wahrheit fern? - An Käthe Kollwitz erinnert man sich,… Bettina Steinborn und ihre Arbeiten lernt man gerade erst kennen.

Am Ende muss das Schweigegebot aufgehoben werden dürfen, damit einer friedlich gehen darf und nicht eine ruhelose, traurige, unerfüllte Seele zurückbleibt, die man auf einem Sockel in der Erinnerung wachhält, oder auf einem Stab an Ort und Stelle verankert. – Bettina Steinborns Bronzen auf Metall-Stäben sind kleine Schätze, die Mut machen sich zu erinnern,… das Leben aber ab und zu mal nicht ganz so ernst zu nehmen.

Das Leben nicht ganz so ernst zu nehmen… das fällt nicht immer leicht. – Den Einen gelingt es besser, den Anderen schlechter. - Je nach ART. Die Erkenntnis der Verbindung zu einer ART vermittelt Jürgen-Philipp-Mueller.

„Wer sind wir und wenn ja wie viele?“ fragte Richard David Precht, und die Figuren, die auf Sockeln hocken, oder stehen, mal stramm, mal gelöst, oder solche, die sich aus rostigen Rohren zu schälen scheinen, wie befreiend aus den Zwängen, in die sie gepfercht sind, zwei Figuren davon vor einem Wandelement mit vielen schlafenden Gesichtern, vielleicht schon toter, vielleicht aber auch noch lebender Seelen, erzählen Geschichten von der Traurigkeit durch menschgemachte Regeln und Ideale. - Schönheit, Tugend, Werte,… - Gesetzesgrundlagen, an denen man festhält, ja halten muss, weil man sonst angreifbar wird. - Zur Kasse gebeten, wenn man menschlich schwach scheiternd, oder durchfallend ist. – Wer in kein Raster passt fragt sich vielleicht: Gibt es eine Alternative? - Jürgen Philipp Mueller lässt die Frage offen.

Jürgen Stenger hat sich den besonderen Gesichtern verschrieben. Jugend und Schönheit und Menschen mit vielversprechenden Grundvoraussetzungen.

Vielleicht kennt man sie, Alte Helden, wie Audry Hepburn, oder Neue Helden, die am Werden sind oder noch geboren werden müssen.

Über Jürgen Stenger liest man:

„Seine Portraits sind klar, pur und kompromisslos. Nichts Unvollkommenes irritiert unsere Wahrnehmung.

Diese unglaubliche Präzision weiß Jürgen Stenger gekonnt durch farbige Flächen, Linien oder Unschärfen aufzulösen,

so dass fast der Eindruck entsteht, sein Werk sei eine noch frische Erinnerung an eben Erlebtes.“

Vielleicht kennt man Gesichter von Schauspielern und Sängern, die Massen inspirieren. Vielleicht kann man sich vorstellen, welche Bürde auf denen lastet, die für die Massen performen müssen, über Monate, Jahre, Jahrzehnte,… immer für die Masse selbstinszenierend, weil es vertraglich so geregelt ist, ohne die Freiheit, privat sein zu können. - Menschen, denen man auferlegt hat immer und jederzeit zu wissen, was zu tun ist, und die sich keine Fehltritte erlauben dürfen. - Vielleicht kennt man sie. - Alle kann man nicht kennen, und vielleicht begegnet man so manches Mal dem ein oder Anderen und weiß es nicht einmal, wenn nicht schon gestorben. - Wie Basquiat! - Jean Michel Basquiat! - Viel gibt es über ihn zu lesen. - Was wohl aus ihm geworden wäre, wäre er nicht 1988 gestorben?

Nicht gestorben, sondern sehr lebendig ist Karina Laru-Naú, Eine perfekte Erscheinung, die den Betrachter mit auf ihre Reise nimmt. Ihre Frauen sind eine Offenbarung. Ihre Arbeit, oft Ton in Ton, gibt so viel Inspiration, dass man manches Mal gar nicht weiß, worüber man sich als erstes Gedanken machen soll. - Sind es die Formeln, über die so mancher Schüler in seiner Schulzeit verzweifelt, oder sind es die Menschen, die einen im Bann gefangen halten? - Vage, flüchtig, leicht und lebensfroh sind die Arbeiten der Künstlerin, die dem Leben eine offene Komponente hinzufügt, wie ein Schlupfloch, durch das man entkommen könnte, wenn man es denn wollte.

Und eine Anspielung auf das Schlupfloch, durch das so manch einer ab und zu gern entkommen würde ist mrgrossarts „You deserve a break today“.

Die Bremsen sind deutlich spürbar. - Keine Anfeuerung, keine anheizende Musik,… einfach nur luftig offener Raum, der angefüllt ist mit Kunst, die wirken darf. Für sich stehen darf. Bereit entdeckt zu werden.

Comics, deren Stars und Superhelden noch immer nicht an Glanz verloren haben tauchen immer wieder auf der Messe auf. - Stars, die aus einer anderen Epoche ins Heute überlebt haben und die um ihre Zukunft bangen. Reproduzierte, wieder und wieder vervielfältigte, neu aufgelegte und umgeformte Stars, wie Mickey Mouse, oder Donald, Tick, Trick und Track, oder auch Batman, Snoopy, Superman und Andere. Die älteren Semester wissen, warum sie ihre Helden bis ins Heute getragen haben. - Aber vielleicht wollen die jüngeren Semester Neue Helden erschaffen und es darf hingeschaut werden, wo man sie finden kann.

Im Foyer vielleicht? - Auftaktend?

Nicht mehr frech, witzig und humorig, wie zu Barks Zeiten, sondern geknickt und irgendwie hilflos allein gelassen im Archiv, zwischen all den Stelen und Schubladen, die alltäglich zu bewältigen sind überliefert Atieh Salari die Vision von Massen an Überlieferungen vom einstigen Aufbruch. Vom Wachstumscredo ist nicht mehr viel zu spüren. – Nicht hier. - Atieh Salari, zwischen den Überzeichnungen der historischen „Ölschinken“ von Beate Kristionat, verschwindende Gletscherwelten / Bergwelten und andere Landschaften mit Übermalungen von zeitgemäß angepassten Figuren und Akzenten, die zur Brücke werden zwischen Gestern und Morgen. - Arbeiten mit einem Lennon im Rücken und nicht weit entfernt von einem Kai Wolf und Milanda de Mont hinterlässt Beate Kristionat den Betrachter nachdenklich mit ihren Figuren einer einsamen Jugend im Rotlicht. – Infrarot? – „Pink Noise“ aus allen Schubladen? - Es darf interpretiert werden.

Regina Heisers blaue Serie spielt mit Licht und Schatten, sowie mit klaren Kanten. - Ihre Orte bewahren die Schatten derer, die schon gegangen sind. Von deren Leben noch immer Spuren zu erkennen sind. Wenn auch der Raum selbst nur noch Leere zeigt. Regina Heisers künstlerische Praxis bewegt sich im Spannungsfeld zwischen Sichtbarkeit und Abwesenheit, Struktur und Auflösung. Erinnerungen bleiben lebendig und tragen Erlebtes durch die Zeit.

Interpretation! - Milanda de Monts Arbeiten hat man sofort entdeckt. Ihr abstraktes Werk muss man interpretieren! Ihre Farben sind, was aus dem Nichts zu erwachsen scheint. Aus den unendlichen Weiten des Universums entspringend finden sie den Weg auf die Leinwand der Künstlerin. - Ihr Charme, ihre Persönlichkeit, ihr Witz und ihre Anmut sind Mutmacher für alle, die sich in der Kunstwelt bisweilen in der Masse verloren fühlen. Der Ausdruck der Seele, der Kraftort der eigenen Existenz,… man spürt bei Milanda de Mont das innere Bewusstsein, dass man Teil eines höheren Ganzen ist, das am Ende nichts anderes als die Summe verschiedenster Wellenlängen ist.

Milanda de Monts Kunst ist Ausdruck der Erkenntnis, nur ein Detail im großen Ganzen zu sein, auf das es vielleicht irgendwann einmal ankommt, aber bei dem man nie wissen kann, wann. Jeder ist Teil eines größeren Ganzen, und man hinterlässt Spuren. Milandas Spuren sind abstrakt. Und Abstraktion ist nicht beschreibbar. - Nicht einteilbar. - Nicht wertbar. - Was die Perfektion ihrer Werke ausmacht kann einzig sie empfinden. Das Gegenüber darf entdecken. Die Begegnungen mit der Künstlerin sind eine Bereicherung für den eigenen Weg. - Pure Inspiration!

Auf der ARTe Wiesbaden wird man verzaubert von Meistern, die vielleicht manchmal gar nicht wissen, dass sie es sind.

Von denen, die in Szene setzen, was Beachtung verdient lernt man den Blick, der dazu animiert sich an die innersten Gefühle zu erinnern. Den Urinstinkt, der in einem Jeden schlummert. Und je nach ART wird erkannt, dass es einen Wert haben sollte

Schützenswertes zu schützen! – Lisa Borjal malt Kinder! – Die Kinder dieser Welt gehen in eine Zukunft, von der nicht klar ist, wie sie aussehen wird. Die ursprüngliche Unbeschwertheit der westlichen Welt ist vielleicht nicht überall gleichermaßen vorhanden, und man kann bereits an den Haltungen auf der Straße erkennen, was das Leben der Kinder bestimmt. Oder einmal bestimmen wird, wenn die Weichen nicht anders gestellt werden. - Wachsen die abgebildeten Kinder in Armut auf und müssen sich in der Welt schon früh behaupten und den Eltern ein Zubrot verdienen, um zu überleben? Vielleicht sind die Gedanken zu weit ausholend,… aber bei Lisa Borjal erkennt man vielleicht, was man schon gesehen hat. – Irgendwo in der Welt. Und wahrscheinlich hatte man nicht den Mut sich Gedanken darüber zu machen, wie man helfen könnte. - Die UN-Konferenzen sind seit den 17 Global Goals mit der Fragestellung beschäftigt, was möglich ist, um Wege aus Armut und Kinderhandel zu finden. - Könnte die Kunst ein Weg sein, mit dem Verkauf von Werken den Familien Geld zukommen zu lassen? Irgendwie. - Wie, ohne dass es zum Projekt wird, mit dem wieder Geld verdient werden kann an Stellen, die nicht dafür vorgesehen waren. – Kunst setzt Gedanken in Gang, die so manches Mal ein Eigenleben entwickeln.

Ähnlich starke Bilder wie Lisa Borjal zeigt Markus Philipp, der ein Kind mit Altengesicht gemalt hat und der den Kindern die Gesichter fragmentiert, um sie zu schützen. - Um ihre Zukunft zu schützen, die noch nicht geschrieben ist. - Dabei spielt es am Ende keine Rolle, welcher Herkunft, Hautfarbe oder Kultur einer ist. - Der Schutz der Schwachen sollte immer ein Anliegen sein, für das es sich lohnt einzustehen.

Schließlich wünscht man den Kindern, allen Kindern, eine Zukunft, die am Ende so unbeschwert aussehen kann, wie sie Vitali Safronov mit seinen Figuren erschafft. Geschäftsleute, denen Flügel gewachsen zu sein scheinen, die über sich selbst hinausgewachsen sind, und die ab und zu ein paar Bremsen brauchen, um nicht die Bodenhaftung zu verlieren.

Vielleicht auch, um sich Gewahr zu werden, dass sie es sind, die die Möglichkeiten haben zu schützen. Und mit denen ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln zu wirken.

Schützenswertes schützen!

Manchmal ist es nur ein Zufall, ein Blickwinkel, eine Position, die man gerade hat, durch die man einen Blick auf etwas bekommt, das einen tief aufwühlt, das einen berührt und einen Fluss entspringen lässt, der beginnt zu fließen und sich verzweigt, immer weiter und weiter, sich in die Welt hinaus ausdehnend und Seelen erreichend, die eigentlich nie hätten einander begegnen sollen. - Seelen, die einander verwandt sind und einer gleichen Art zu entstammen scheinen. - Die vielleicht dieselbe Luft geatmet haben, über denselben Boden gewandelt sind, das gleiche Wasser getrunken haben, denselben Wurzeln entstammen,… über Jahrmillionen der Existenz hinweg erinnern sich die Gene vielleicht an den gemeinsamen Ursprung. - Wenn sie einander berühren kann sich von jetzt auf gleich alles verändern. Und vielleicht ist es ein solcher Zufall, der Hans Gunsch zu seinen Werken inspiriert. - Werke, aus denen die Ruhe, Harmonie und Kraft spricht, wenn verwandte Seelen im selben Raum sind. - Sie können über Meilen voneinander entfernt leben, wissen nichts voneinander, müssen nicht einmal kommunizieren, aber ihre Kraft wirkt. Wie der Infraschall, mit dem Elefanten über Kilometer hinweg kommunizieren. - Ein alles umspannendes Netz umgibt diesen Planeten, und die Kraft ist fühlbar. - Mal mehr, mal weniger. An manchen Orten ganz besonders. – Kraftorte! – Hans Gunsch erschafft sie auf seinen Leinwänden!

Kraftorte wie mystische Wälder, so auf den Werken von Dr. Blanca Mandel. - Märchenhaft grüne Urwälder, die schützend ihr Blätterdach über all Jene legt, die darunter leben, und die auf den weit verzweigten Wurzelwerken im Boden wandeln. Micellen von Ländergrößen, Pilze und Flechten, und Gewächse mit weit ausladenden Wurzeln. - Vielleicht noch ursprünglich, in einer Welt, die unberührt scheint. - Je nach Definition. – Grüne Hölle, oder märchenhaft verzaubernder Zufluchtsort? – Wie mögen es Humboldt und seine Erben empfunden haben, als sie in der Neuen Welt die Heilmittel wie Penicillin und andere Antibiotika suchten, die uns allen heute gegen Krankheiten helfen und

Entzündungen hemmen. Was mögen sie gesehen haben, als sie den Kulturen begegneten, die noch nicht die Verbindung zur Natur verloren hatten? - Wie viele der alten Stämme leben noch? Wie viele aus der Alten Welt haben überlebt?

Schutz! - Dr. Blanca Mandel spaziert mit dem Betrachter durch die Mystik der Zeit.

Und bei Anja Kuss sind es die Zeitpunkte, an denen sie besondere Momente erlebt hat, die sie als Titel zu ihren Werken überliefert. Bewusst als Holzarbeit an den nächsten übergebend. Holz, das neutral ist, und nicht leicht zu durchdringen.

Gunda Jastorff und Ruth Schleh zeigen zeitlose Abstraktionen in Farbe, sowie Spuren auf der Leinwand. - Es darf die Frage gestellt werden nach dem Pigment. Nach den Farben. Nach der Qualität des Malmittels und der Strahlkraft der Pigmente. - Wie kommen die Mischungen zustande und wie realistisch sind die Farben der Natur nachempfindbar? Wo in der Natur findet man das Rot, wie Blutrot, so lebendig und durchscheinend, sauber und klar? Welche Atome, Elemente, Gesteine oder Pflanzen liefern Gelb, oder Blau? Weiß. Schwarz. - Und alle Tönungen von Grau! - Was ist synthetisch erzeugt, was in der Natur vorhanden? - Die Kunst, die aus den Abstraktionen spricht liefert nicht immer Antworten, aber doch Gedankenansätze, die man weiterverfolgen kann.

Weiterverfolgen, wie die Bänderentwicklungen von Gudrun Dorsch, deren „Enigmatischer Realismus“ immer wieder fasziniert. - Welche Farben hat sie dieses Mal an Bord, mit welchen neuen Positionen stellt sie aus? - Wie viel , oder wenig Masse wird gebraucht um Form eindeutig wiedererkennen zu können?

Das Spiel mit den Massen… Mit Jana Krefft hat sich eine weitere Künstlerin auf das Spiel mit Massen und Phasen eingelassen. - Aufbrüche, Aufwölbungen,.. die Auseinandersetzung mit physikalischen Gesetzmäßigkeiten und ihrer Umsetzung in den unterschiedlichsten Bereichen. - Kunst ist vielleicht auch Forschung, ohne, dass sie als solche wahrgenommen werden soll. - Bizarr, schön, manchmal auch hässlich und grausam,.. aber Gedankengut, das es wert ist, sich damit auseinanderzusetzen. Ganz gleich zu welchem Ergebnis man am Ende kommt.

Um Zeit geht es auch bei Georg Pummer mit seinem glitch, wenn Digitales nicht mehr synchronisiert, oder Pixel nicht sekundengenau, framegenau richtig zusammengerechnet werden, so dass sie das vorgesehene Bild ergeben.

Auch Anke Rohde mit Kiosk und Trinkhallen hat im Weitesten Sinne mit Zeit zu tun. Vielleicht Zeit, die man einfach mal verstreichen lässt. - 3Einfach so, vielleicht bei einem Kaltgetränk mit leichtem Nachhall, oder, dank Kaffeevollautomaten, einem Käffchen, das die Lebensgeister wieder weckt. - Vielleicht am Ende eines langen Tages, oder doch am Morgen, bevor die Herausforderungen rufen. - Vielleicht aber auch nur mal eben zwischendurch. - Auf eine Pause, die das Leben zwischen all den Notwendigkeiten wieder lebenswert macht. Und vielleicht trifft man sie hier, die guten, alten Bekannten, vielleicht Freunde, denen man tief verbunden ist. - Vielleicht sind es Freunde fürs Leben. Mit etwas Glück ist dat Büdchen irgendwo aufgestellt an einem großen Strom, vielleicht dem heimatlichen Altvater Rhein, und vielleicht, vielleicht, vielleicht ist es eine der vielen Kulissen, die man aus so manchem Film oder mancher Serie kennt, wiederum auch

Lebensbegleiter, an so manchem Abend vor dem schwarzen Quadrat. In einem der unzähligen Räume irgendwo auf der Welt, in einem Dorf, oder einer Stadt, oder einer der Metropolen, in denen Menschen gemeinsam einsam dieselben Freunde teilen, die nicht einmal wissen, dass es Freunde sind. – Metropolen, wie sie TABATT auf besondere Art in Szene setzt.

Tabatt und Basquiat, als Symbiose in einem … - Gewollt? - Gewünschter Zufall? – Gibt es den Zufall überhaupt, oder lehrt uns die Kunst zu begreifen, dass es nach uns etwas geben wird, das uns vielleicht Zeichen zurücksendet, und wir heute, im Hier und Jetzt nur noch reagieren, weil die Zukunft uns schon neu positioniert. – Einordnet. – Uns neue Schubladen zuordnet, oder unter neuen Deckeln verschwinden lässt. - Sekunden, Nanosekunden genügen in der Welt, um einen anderen Blickwinkel zu bekommen. - Richtig? Falsch? - Wer vermag das zu entscheiden? Aus heutiger Sicht mag das Eine gut, das Andere schlecht sein, vielleicht ist es auch genau umgekehrt.. wir sind nur Menschen. - Viel zu klein, um es zu wissen. - Selbst die größten Meister werden zugeben, sie sind nicht allein. Dass es da etwas gibt, das ihnen an der Seite steht,.. vielleicht „for good“, vielleicht „for bad“,… und vielleicht spielt auch das keine Rolle – vielleicht kommt es einzig auf das Gleichgewicht an. – Bei Tabatt lernt man die Bedeutungslosigkeit des Menschen innerhalb einer Masse an Menschen. Nur einer von Vielen unter Milliarden. Aber dann gibt es da einen, der einen anderen entdeckt und in den Fokus rückt, und schon kann alles Mögliche passieren. – Tabatt! … Jung, frech, farbig, besonders. - Ein Statement über das Wissen der eigenen Wichtig- und Nichtigkeit. - Mal so, mal so,… mal klein, mal groß,… aber immer doch mit dem Bewusstsein des Selbst, das die finden muss, die zur eigenen Art passen. – Die eigene ART? – Art = Kunst, wenn übersetzt aus dem Englischen. Art = Art / Rasse wenn monolingual im Deutschen. - Jetzt wird es kompliziert. – Aufgehorcht! – Horch!

Was ist die eigene Art? - Seelenverwandtschaft vielleicht, auch wenn aus noch so unterschiedlichen Kulturen stammend. Vielleicht kann ein Mensche viele verschiedene Arten in sich tragen, je nachdem, was er schon in sich aufgenommen hat, gegessen, konsumiert. Und seit Anbeginn haben sich die Gene immer wieder angepasst und das Individuum mal mehr, mal weniger widerstandsfähig gemacht. Svantje Hedß bringt es auf den Punkt mit ihrem gehörnten Humanoiden mit Kopf vor QR-Code. Scan me! Schreit das Werk. Was steckt drin, wenn Hörner zu wachsen beginnen? Oder gar Flügel? Der Code, den man zuordnen kann, man ist heute soweit, dass man ihn lesen kann, und man weiß, wer alles durchs Raster fällt, wenn man auf der Suche ist nach den Starken zum Herausfordern. - Oder den Schwachen als Test-Objekt. – Seelenverwandtschaft! – Welche Art zeichnet welche Charaktereigenschaft aus? Wer trägt welche Seelen? – Kann man Vorprägung umerziehen? - Welche Arten will man ins Morgen tragen? - Die Starken, Überlebensfähigen, die sich nicht von Emotionen übermannen lassen? Oder tut die Evolution das Ihrige, dass nur die Starken überleben?

Darf Mensch Gott spielen, und in vitro fertilisiert selektieren? Ihn den Herausforderungen entsprechend modifizieren? Wo sind Grenzen zu ziehen? – Was ist die eigene ART?

Nicht von oben durch physikalische und politische Möglichkeiten gesteuert, sondern aus der Urahnung heraus, die bis weit, weit zurück zu den Anfängen der Existenz organischer Massen reicht, stehen sich vielleicht Schwarz und Weiß, oder viele Mischungen verschiedenster Farbgebungen und kultureller Prägung ab und zu gegenüber und wissen, sie sind von derselben ART. - Ein beseelter Verbund von atomaren und subatomaren (Elementar-)Teilchen. - Teilchen mit mal mehr, mal weniger Gewicht. - Und so manches Mal unterschätzt man das Gewicht dessen, was man sich ausgesucht hat, es zu „erbeuten“ und dann durch die Zeit zu tragen.

„BEUTE“ Die Jäger und Sammler, die es auf Kunst abgesehen haben, kommen aus den unterschiedlichsten Gründen in die Halle. Auf der Suche nach den unterschiedlichsten Motiven. Ob sie fündig werden…? - Manchmal ist die Beute in einer nicht mehr greifbaren Paralleldimension. Und mit dieser beschäftigt sich KILA RESONANTIA NOIR. KI schreibt Geschichte, erfindet eigene Dialoge und wirkt automatisiert in die Gegenwart. - Was sie von ihrem Gegenüber Mensch hält? - Vielleicht nichts. Und dann fragmentiert sie die ID. Oder aber sie hegt eine gewisse Art Sympathie zum Gegenüber, weil da offensichtlich ein nutzbares Potential für die automatisierten Prozesse vorhanden ist. Die in Chatanfragen entstehenden Dialoge hat Klaus Ulrich Moeller in ein Buch gebunden. „Wenn die KI zu flirten beginnt. – 15 Zukunftsdialoge mit der KI“ (BoD 9 783819 260711)

Man könnte eine Film darüber drehen.

Die Drehbücher für die alten Filmklassiker hallen vielleicht noch nach, wie bei Sabine Wilhelm, aber die Wahrscheinlichkeit, dass in Zukunft mehr und mehr nicht mehr menschgemacht ist wächst beständig. - Andererseits,… wie weiß KI wann ihre Angebote Mensch nicht erreichen? Und spielt es eine Rolle? Funktioniert der eine Weg nicht, nimmt sie dann eben einen anderen. - Dafür braucht sie nicht einmal eine Sekunde. - Digitaler Film, in wieviel Pixeln pro Bild? - In 24 Bildern pro Sekunde? - Wie gestochen scharf soll es sein, oder doch eher analogen Vorgaben entsprechend weichgezeichnet mit keiner all zu hohen Auflösung? - Wenn Mensch sich beginnt selbst zu scannen, 3D zu scannen, um sich der Nachwelt zu übergeben, wie hoch muss die Auflösung sein? Und wird es reichen, um ein Hybridwesen zu erschaffen, das in die Zukunft getragen werden kann, oder Mensch wie Dornröschen nach hundert bis vielen hunderten von Jahren wieder aufwachen kann, um als Upload bzw. Reload weiterzuleben? - Vielleicht für die Nachfahren, vielleicht auch einfach nur als idealisierter Avatar fürs Wohlgefühl, weil optisch ansprechend. - Die Spielereien in der Filmwirtschaft kennen keine Grenzen. - Wie weit ist man mit den Fantasien in der Realität?

Realität! Was ist real? Was ist gespielter Realismus, oder wie es Gudrun Dorsch formuliert: Enigmatischeer Realismus? Was macht das Leben aus, wie bunt darf einer sein, der seine Kunst präsentiert? Darf der Künstler zur Symbiose werden, mit den Werken, die er erschaffen hat, wie Mechthilde Gairing? - Anziehungspunkt für die kunstinteressierten Käufer? Welche Interpretationen setzt man in Gang, wenn man sich darstellt in den unterschiedlichsten Darstellungsmethoden eines klassischen bis modernen Kommunikationsdesign? Wird man sofort zum Schauspieler, nur weil man Kleidervorlieben hat, die aus dem gängigen Rahmen fallen? - Hat man als Künstler die Freiheit zu performen? Oder muss man gar? Und wie geht es den Galerien damit? – Galerien, die wissen, was Käufer suchen.- Die dafür gerade stehen, was Künstler zeigen und welche Informationen sie zu transportieren versuchen. Wenn Künstler gar eine Vita mitbringen, die komplizierter ist, als auf den ersten Blick angenommen.

Wer kauft wessen Kunst aus welchen Gründen?

Sich mit der Kunst der einzelnen Künstler auseinanderzusetzen ist eine Bereicherung im Leben. Wer eine Kunst ansprechend findet sollte darüber in Dialog treten dürfen. Nicht müssen, aber können. - Sollte die Gefühle zulassen dürfen, die aufkommen. – Auch bei schwierigen Themen.

Schwarzweiß ist nicht gleich politisch und farbstark nicht gleichzeitig Clownerie. - Ein Hut ist nicht Schutz persé, aber einen Achim Katzberg erkennt man von Weitem , wenn man ihn sucht, denn er hat fast immer den Hut auf. Mit vielen Steckern dran, die man von weitem mit Orden verwechseln könnte. Weit gereist, gut informiert, architektonisch bewandert, mit dem besonderen Blick… - vielleicht. – Gern auch das ein oder andere Mal positioniert neben Katrin Sandmann-Henkel. – Who is Who? - Als Fotograf die Position zu halten ist in heutiger Zeit eine echte Herausforderung. - Achim Katzberg eine Erscheinung. – Sympathische Erscheinung.!

Eine Erscheinung war auch DALI. – Surrealist, der bis ins Heute nachwirkt und Tore geöffnet hat, als Zugang zu einem neuen Denken. - Tore ins „Unboxing“ von getrennten Einheiten. - Und seine Inspiration hatte er nicht zuletzt durch seine Muse.

GALA, das weiß Jeder, der sich mit den Verrücktheiten der Existenz und den Surrealisten seit DALI auseinandersetzt, war die MUSE der Moderne schlechthin vielleicht. - Die aus der Historie fortgeführte zehnte Muse also? - DALIS Muse auf jeden Fall! - Auf der ARTe Wiesbaden 2026 findet man sie bei der Galerie KUEMMEL im prächtig prunkvollen, barocken Gold-Rahmen. Man muss vielleicht zweimal hinschauen, weil man auf den ersten Blick an Fritz´Langs Metropolis denkt,... im nächsten Jahr hundert Jahre mit "jubilierendem" Jubiläum, aber den besonderen Schwung der Federführung will man Dali zuordnen. Und die Signatur scheint zu passen. – DALI! – Nur einer der großen Namen, die es bis ins Heute geschafft haben.

Wer genau hinschaut kann bei den renommierten Galerien so manchen Klassiker finden, der die eigene Kunstsammlung noch bereichern könnte. - Namen wie Dali, Picasso, Penck oder Uecker sind zu finden, und man glaubt sogar einen Max Frisch gesehen zu haben, aber vielleicht hat man sich auch getäuscht, und wer sich bei Kuno Vollet, gegenüber von Galerie Nieder und Galerie Schäfer umschaut, wird dessen große Inspiration Bernard Vernet vielleicht sofort erkennen. – Kunst kann wissenschaftliches Statement sein, Kunst kann historisches Dokument sein, Kunst ist nicht selten politische Aussage,.. auf jeden Fall aber ist und bleibt Kunst Bereicherung.

Bereicherung, wie Frank Scheidhauers Arbeiten, die immer wieder aufs Neue überraschen. Seine „Bunte Gesellschaft“ hat man vielleicht noch im Hinterkopf, seine „Raumsparmenschen“ hat er nochmals in einem mehrstöckigen Raumtrenner mitgebracht und jetzt überrascht er mit einem Rückfallzieher im Orange.

Die Welt steht vor so vielen Herausforderungen,… da ist es gut zu wissen, dass einer mit Humor immer mal wieder um die Ecke lugt und dann verwirrt mit Sätzen wie: „Was guckscht du denn so intensiv? - Du guckscht ja die ganze Farbe auch dem Bild.“

Aber Farbe gibt es genug auf der ARTe Wiesbaden zu sehen. - So intensiv kann man gar nicht gucken, dass alle Farbe verschwinden würde.

Farbe in feinst ausgearbeiteten Werken, bis hin zu Akzenten in abstrahierten Werken, die viel Fläche offen lassen.

So viel Farbe, dass so manch einer gar darin ertrinkt, wie bei Vitali Safronov.

Und mit Farbe überzeugt auch Marleen Thomas im Foyer. Ihre Abstraktionen, die an fluoreszierende Landschaften erinnern, sind eine Offenbarung.

Die Interpretierbarkeit der Farb-Landschaften ist offen.

Die Besonderheit der Pigmente, die je nach Lichteinfall zu leuchten scheinen, die Qualität der Farben, die Strahlkraft und Wirkung, wird am Ende der Ausstellungshalle life performt, und man hört immer wieder die Frage nach der Herkunft der Pigmente bzw. der Mischung der einzelnen Pigmente und Stoffe, die natürlich nicht verraten wird. - Betriebsgeheimnis der Hersteller! - Die Herkunft bleibt offen.

Auch die frechen Papierarbeiten von Ralf Löhr spielen immer wieder mit farblichen Akzenten. - Spots unterschiedlichster Farben, die ihre Wirkung erst im Dialog mit dem Betrachter zeigen.

Fotografien der Blätter zeigen ihre Wirkung sogar im digitalen Raum. Pigmente, die je nach Farbnuance in die Tiefe wirken und eine dreidimensionale Wirkung erzielen

Wahrscheinlich sieht Jeder etwas anderes in den ausgestellten Abstraktionen, aber Freunde mit denselben Lebensmotivationen und vielleicht aus denselben Kreisen, sehen möglicherweise dasselbe in den Abstraktionen.

Ansichten, die vielleicht einfach zufällig entstanden sind, aber etwas darzustellen scheinen,… wie Zeichen, entstanden durch „Gottes Hand“.

In der Galerie CRELALA Kunst ist auch Christa Haack mit Abstraktionen ausgestellt. Auch ihre Werke sind weit ausufernd interpretierbar. Der explosive Farbauftrag, hat eine Wirkung, die nur erzielt wird, wenn Geschwindigkeit im Spiel ist. Einen Pinsel kontaktlos ausschnicken, anstatt ihn aufzusetzen,… aus der Distanz wirkende Werkskompositionen analog Triggerfrequenzen in Tonmischungen. - Welche Geschwindigkeiten sind auslesbar? Erkennbar beim Farbauftrag. Können die Abstraktionen wirken wie ein Call to action? – Was ist mit der Wahrnehmung? – wie werden die Werke interpretiert oder sind sie nur Akzente in einem definierten Raum, in dem eine bestimmte Farbe vorherrscht?

Farbe…, Farb-Harmonien…, Ton in Ton…, Klaus Odenwalds Reiseimpressionen in Öl auf Leinwand verzaubern immer wieder aufs Neue. - Fast immer wird man ans Wasser gezogen, wo die Kraft aus den Elementen zu kommen scheint, wo man den Geist in den Wassern zu spüren bekommt, aus dem man wieder Kraft und Energie schöpfen kann, wenn man sich ausgelaugt und ausgepowert fühlt.

Marina Krohs` Joda und Udo, vor Klaus Odenwalds Entführungen in die große, weite Welt der Stille, schlagen dann wieder die Brücke zurück zum Leben. Die Brücke zurück in die Realität. - Zu den bekannten Persönlichkeiten, die man schon, oder noch kennt, und die immer wieder in den Medien erwähnt werden. - Politisch, fantastisch, witzig. Und immer mit Tiefgang.

Und aus dem Augenwinkel heraus harmonieren die Lichtkompositionen von Klaus Odenwald mit den kassettierten Ballons eines Luftschiffs bei artecim. Eine Himmelstitanic, die ihren Dampf in die Ballons ablässt, um zu schweben, wie ein Zeppelin von anno dazumal. - Ton in Ton vor dem Orange eines Staub-geschwängerten Himmels, langsam durch die Atmosphärenschichten gleitend.

Atmosphärenschichten!

Sie müssen aushalten können, was Mensch so an Stoffen in die Luft entlässt. Und alle Stoffe, die haftbar gemacht werden müssen brauchen auch Lösungsmittel. Und wenn die Lösungen sich verflüchtigt haben bleiben Kostbarkeiten zurück, wie die Büttenpapierarbeiten auf Holz, unter Harz für eine kleine Ewigkeit gemacht.

Anja Kuss Holzarbeiten bei CRELALA Kunst zeigen die Besonderheit, die ein besonderer Geist, als Detail mit Tiefgang, für Andere erschafft, um das Wundern und Bewundern zu lernen.

Bewunderung! - Nicht zuletzt darum geht es in der Kunst. - Bewunderung für besondere Menschen, mit einer besonderen Art. – Besondere Menschen in einer Gesellschaft voller Individuen, die alle etwas mitzuteilen haben, und das so manches Mal auf außergewöhnliche Weise tun. - Wie Anja Kuss, bei CRELALA Kunst.

Mit Horst W. Wendland begegnet man dem vielleicht ersten Kamikaze-Flieger. Dem Bruchpiloten, dem im freien Fall stürzenden Engel, und man erinnert sich vielleicht. Es hat mal einer gesagt:

Du kannst nicht tiefer fallen als in Gottes Hand

Gott = Mutter Erde, die Elemente zusammengehalten von reiner Energie! - Die Macht, die bindet, oder lässt…

Der Macht ist es wohl egal, ob zusammenpasst, was zusammenfindet,… äußere Kräfte können halten und schützen,…

… wenn sie verschwinden, wird die Bindung brüchig, das Auseinanderdriften beginnt und die Entropie treibt die Massen auseinander, entsprechend dem Bestreben der Teilchen nach maximaler Unordnung, die wieder einen Zustand des nicht berechenbaren Gleichgewichts darstellt. - Ein quasi atomarer Wunsch nach Freiheit. – Vielleicht.

Gottes Hand, Mutter Erde, es genügt eine einzige Sekunde, vielleicht weniger, und der Boden fängt auf, umfängt und hüllt den Mantel um die neue Masse, die auftrifft. - Meteoritenschauer, wie fallendes Obst auf herbstfeuchte Erde, die den Aufprall dämpft… so dass nichts passiert. Ein Bungee-Jump aus schwindelerregenden Höhen… vielleicht sollte man die guten Mächte nicht herausfordern,… so manch einer, der sich in Gefahr begab kam darin schon um, aber vielen wurde auch geholfen. - Wird geholfen. – Wird auch künftig geholfen werden. – Vielleicht, wenn das Herz am rechten Fleck sitzt und die Seele eine schützenswert zart besaitete ist, die allein verloren wäre.

Hat der Betrachter den Freien Fall im Kopf erst einmal verarbeitet, darf er sich auch über die Darstellungen der mal explosiven, mal effusiven Kraft der Urgewalten von Danuta Jagemann freuen, die mit einer Serie nicht realer, sich fortwährend verändernden abstrahierten Küsten und einem Lavastrom verzaubert, der ruhig und frei fließen darf. - Harmonische Bild-Kompositionen, die überzeugen. - Keine neue Entdeckung, aber eine wieder überzeugende.

Überzeugend, wie die Seidentücher von Claudia Lingen,...

Seide im Wind, Stoffe und Fäden in sanfter Brise,… wie leicht müssen sie sein? - Was können sie transportieren? - Welche Pigmente, welche Stoffe, welche Farben? - Welche Atome, welche Strahlkraft?

Vielleicht hat man einst gelernt, dass viele Schiffe auf dem Weg in die Neue Welt nicht zurückgekehrt sind. Vielleicht kennt man die Geschichte vom Geisterschiff, das aus dem Nebel auftaucht,… - verhungerte Seelen,…

In den Rossbreiten herrscht Windstille. 23,5° sowohl nördlich als auch südlicher Breite, Wendekreise: Alles still. - Die Segler wissen. - Und Künstler, wie Oliver Messas setzen ihnen ein Denkmal. - Lassen träumen von den Fahrten auf hoher See, während denen man lernt die eigene Kleinheit zu spüren, wenn man die hohen Mächte herausfordert. - Dem Wind die Stirn bietend, den Versuch unternehmend ihn zu bezwingen,… die Kräfte der Natur in sich fließen lassend, bis hin zum Verharren und Dürsten bei Windstille im stillen Wasser, in dem man nur noch wartet. - Wartet auf Bewegung. – Segler ohne Motor an Bord wissen…

Wissen um die Bedeutung von Klima,… vom schutzlosen Ausgeliefertsein in sengender Sonne und dem Rückwurf auf sich selbst, wenn Mensch lernt sich zu besinnen. - Segler lieben den Geist über den

Wassern, und auf der ARTe Wiesbaden finden sie Blicke über den Horizont hinaus. - Können sie finden. - Weit über den Horizont hinaus. - Sowohl den eigenen, als auch den durch die Erd-Krümmung naturgegebenen.

Die Gedanken zur Kunst, die bei all den Ansichten aufkommen… Philosophischer Unfug? - Newton, Galileo, Kopernikus,…Goethe, Schiller, daVinci… sie alle waren auf der Suche nach Antworten und kamen auf der Suche nach Gesetzmäßigkeiten zu den vor allem naturwissenschaftlichenErkenntnissen zu Antworten, die sie überraschten. Möglicherweise verstummen ließen…

Wir haben nicht viel in der Hand.

Können nur wenig selbst bestimmen.

Wir können viel versuchen, viel lernen, viel bewirken wollen, aber am Ende entscheiden immer andere. - Vielleicht aus anderen Zeiten.

Wir sind das Produkt aus der Vergangenheit und geben auf den Weg, was im Morgen zählen soll, was auch das Denken beflügeln soll. Sich bewusst zu sein, was man tut, dass alle Handlungen Auswirkungen haben und in die Zukunft wirken lernt man ein ganzes Leben lang. - Dabei spielt es keine Rolle, ob man digital, oder analog unterwegs ist. - Das war schon so lange bevor digitalisiert wurde. - Das Digitale aber wirkt vielleicht aus der Zukunft ins Heute, dann darf man einen Gruß ins Morgen senden, wie Gedanken und Erinnerungen an die Vergangenheit, und es ist erlaubt zu lächeln. – Hoffentlich. – All die Traumatisierten mit negativen Erfahrungen, denen geholfen wird zu verarbeiten… können in der Kunst sehen lernen, wie ein Verarbeiten, oder ein Aushalten gelingen kann.

Fazit nach dem Messespaziergang auf der ARTe Wiesbaden? … Kunst hat nach wie vor Bedeutung. - Und ihre Bedeutung ist größer, als sie mancher belächelnd bis verachtend wahrnimmt. - Die Künstler, von Anfängern, über sich noch entwickelnde Mittelklassekünstler, bis hin zu den Meistern, sowohl aus der Moderne als auch aus der Vergangenheit, überliefern Materialwissenschaften, den Stand der naturwissenschaftlichen Entwicklungen, die Besonderheiten der sie umgebenden Welt und natürlich auch nicht zuletzt die Schwierigkeiten des menschlichen Umgangs in stressigen, wie auch entspannten Phasen miteinander.

Also: ARTe Kunstmessen… HINGEHEN!

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